Dienstleistungsniveau

Klasse statt Masse: Devise des Bürgerservices belohnt

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Tondern/Tønder
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Foto: Archivbild: DN (Symbolfoto)

Dritter Platz für gutes Dienstleistungsniveau. Die Mitarbeiter müssen pädagogisch und kommunikativ auftreten.

Ziel ist es nicht, so viele Menschen so schnell wie möglich durch den Bürgerservice der Kommune Tondern zu schleusen. Vielmehr sind ein guter Service und Qualität wichtiger bei dieser bürgernahen Arbeit. Für diese Arbeitsdevise gab es einen dritten Preis beim Wettbewerb Årets Innovationspris, der von der Firma Westergaard A/S ausgeschrieben wird. Der Betrieb beschäftigt sich mit Kundenberatung und Service am Bürger.

„Uns geht es nicht darum, die Bürger schnell abzukanzeln, sondern sie so gut wie möglich zu bedienen“, erklärt die für den täglichen Betrieb zuständige Marianne Valentin. Ihre Ziele sähen anders aus. Im Durchschnitt hat jeder Bürger zwei Minuten Zeit, um seine Lebenssituation beschreiben zu können. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir nur einen Teil ihrer Probleme lösten, wenn wir die Gespräche zu schnell beenden. Daher haben wir ein Konzept erarbeitet, wonach relevante und notwendige Beratung gegeben und Hilfe geleistet wird“, unterstreicht Marianne Valentin weiter.

Auch bei der Suche neuer Mitarbeiter wird anders verfahren. Sie müssen beim Gespräch mit dem Bürger pädagogisch und kommunikativ auftreten. „Daher schauen wir uns die Persönlichkeit unserer neuen Kollegen ganz genau an. Fachliche Voraussetzungen müssen natürlich auch vorhanden sein. Die fehlenden Kompetenzen können ihnen beigebracht werden“, unterstreicht Marianne Valentin, die sich mit ihrem Vorgesetzten Thomas Dam, der Gesamtchef des Bürgerservices ist, über die Anerkennung freut.
Gegen sieben Mitfinalisten galt es zu bestehen. Sieger wurde die Versicherungsgesellschaft If vor dem Koldinger Telebetrieb EWII.

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