Soziales Engagement

Kommune versichert Freiwillige

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
Die Kommune Tondern will auch für deutsche Arbeitnehmer attraktiv sein. Foto: Archiv

Die Kommune Tondern versichert seit Kurzem Menschen, die einen freiwilligen Einsatz leisten. Für die Vorsitzende des Sozialdienstes Tondern hört sich das Angebot vielversprechend an.

„Ich habe leider noch nichts davon gehört und habe auch keine Mitteilung von der Kommune bekommen. Wenn wir aber versichert werden können, dann ist das ein Angebot, das wir ganz bestimmt in Anspruch nehmen werden“, erklärte die Vorsitzende des Sozialdienstes Tondern, Irene Feddersen.

Das Versicherungsangebot der Kommune, das in der vergangenen Woche vom Stadtrat gutgeheißen wurde, gilt für Menschen, die einen freiwilligen Einsatz leisten. Dabei gibt es den Unterschied zwischen einem freiwilligen Einsatz und freiwilliger Arbeit. Wer ehrenamtlich arbeitet, war bisher schon versichert. Dieser Personenkreis löst quasi kommunale Aufgaben, für die die Kommune sonst einen Mitarbeiter entlohnen müsste. Bei einem ehrenamtlichen Einsatz wiederum werden keine kommunalen Aufgaben gelöst, für die die Kommune sonst einen bezahlten Mitarbeiter abstellen würde. In letztere Kategorie würde der Sozialdienst fallen.

Eine Versicherung wäre wünschenswert, wenn ein Vorstandsmitglied bei den Veranstaltungen in der Ludwig-Andresen-Schule zu Schaden komme. Wegen der Furcht vor Schäden bildet der Sozialdienst nur selten Fahrgemeinschaften, sondern bestellt einen Bus. „Wir haben bislang immer auf die privaten Versicherungen verwiesen“, erzählt Irene Feddersen weiter.

"Schön, dass es solche Menschen gibt"

Mit dem Angebot, für das die Kommune jährlich 57.000 Kronen zahlen muss, will sie die geleistete Arbeit honorieren. Die Unfallversicherung umfasst nicht nur die Freiwilligen, sondern auch die Schäden, die sie eventuell an fremdem Eigentum verursachen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Freizeit, René Andersen, freut sich, dass nun auch dieser Personenkreis versichert werden kann. „Wir haben viele, die einen großen Einsatz leisten, sodass der Alltag anderer angenehmer und unterhaltsamer wird. Es ist schön, dass es solche Menschen gibt.“

Es ist eine Liste des Personenkreises erstellt worden, der Nutzen von der Versicherung haben könnte. Dies gilt zum Beispiel für diejenigen, die mit einsamen Menschen die Mahlzeiten einnehmen (spisevenner), für Freiwillige, die beim Gauklerfestival in Lügumgaard helfen, für freiwillige Guides in Bibliotheken oder Freiwillige in den Seniorenheimen.

Mehr lesen