Bürgertreffen

Marschprojekt Hoyer: Bau ab 2019

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Hoyer/Højer
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Erik Jespersen
Der Projektdirektor der Initiative Tonderner Marsch, Erik Jespersen, forderte die Bürger in Hoyer zu Stellungnahmen zum Entwicklungsplan auf, der jetzt die Anhörung durchläuft und über den bereits im Juni 2018 im Tonderner Stadtrat entschieden werden soll. Foto: Volker Heesch

Beim Ortstreffen in der Højer Efterskole meldeten sich besorgte Bürger zu den Themen Regenwassersee und Verrieselungsfeld zu Wort.

Mit dem Ortstreffen Hoyer der Initiative Tonderner Marsch ist nach Angaben des Projektdirektors Erik Jespersen auch die nur bis zum 22. Mai dauernde Anhörungsphase zum Entwicklungsplan Hoyer 2018-2023 angelaufen. Die bis zu 200 Interessierten während der Veranstaltung in der Højer Efterskole hatten Exemplare des 66 Seiten starken, mit vielen bunten Bildern und Zeichnungen illustrierten Werkes erhalten. Es liegen weitere Exemplare für die Bürger im Büro des Marschprojektes an der Storegade 13 in Hoyer bereit. Auch auf der Homepage toendermarskinitiativet.dk ist das Werk einsehbar.

Erik Jespersen unterstrich, dass man weiter eng mit der Bürgerdialoggruppe Kontakt halte. „Wenn im Herbst 2018 die Ausschreibung der Aufgaben der Landschaftsarchitekten und der Entwicklungs- und Verkehrsplan von der Staatsbehörde genehmigt worden ist, werden im Sommer 2019 die Baumaschinen zum Einsatz kommen“, so Jespersen. „Ziel sind eine Wiederinbetriebnahme des Hotels am Markt mit Zusammenführung mit dem Nachbarhaus, ein Restaurant und ein Café“, so Jespersen, der auch eine Wiederherstellung eines Steiges im Bereich Østerende ankündigte.

Der 66-seitige Entwicklungsplan für Hoyer zeigt mit einer Skizze die Pläne für die neue Regenwasserableitung des Ortszentrums. Foto: toendermarskinitiativet.dk

Hoyers „Perlen“ herausstreichen

Die Stadtplanerin Inger Borchmann vom Aarhuser Büro CFBO erklärte, Hoyer werde als Tor zur „Destination Tonderner Marsch“ aufgewertet. „Hoyer sollte möglichst frei von Autos gehalten und zu Fuß durchquert werden“, erläuterte sie das Konzept zur Besucherlenkung, das Ankunftsplätze im Norden, Osten und Süden des Ortes mit Parkplätzen vorsieht. Sie unterstrich, dass die Steigerung der Qualität der Baukultur im Ort Kern des Konzeptes sei, Hoyers „Perlen“ herauszustreichen.

Eine Verdichtung des Ortskerns werde angestrebt, vor allem durch mehr Aktivität. „Ein Verein für Stadtleben könnte als Dachverband aktiv werden. Dazu sind Ideen gefragt, und es werden dazu Fördermittel bereitgestellt“, so die Stadtplanerin, die auch Überlegungen vorstellte, im Zuge der 2019 anlaufenden Trennung von Regen- und Abwasser in den Altstadtbereichen das Regenwasser an der Oberfläche abzuleiten.

Neben dem im Bereich der Möbelfabrik am Kjærbyvej vorgesehenen Regenwasser-Rückhaltebecken sei auch eine „Verrieselung“ von Regenwasser im Wiesenbereich zwischen dem Alten Deich und Slusevej, der aktuell als Pferdeweide dient, geplant.

Der Regenwassersee und das Verrieselungskonzept riefen mehrere Teilnehmer der Veranstaltung auf den Plan, um Bedenken anzumelden. So wurde angesprochen, ob der kleine See mit nur periodischer Wasserzufuhr nicht ein Eldorado für Mücken werden könnte. Und eine Nachbarin zum Rieselfeld meinte verzweifelt, dass sie keinen Sumpf hinter ihrem Haus wünsche. Bernd Carstensen fragte nach, ob es angemessen sei, für die Möbelfabrik als Abrisskandidat sechs Millionen Kronen zu zahlen und dabei kommunale Mittel zu verwenden.

Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre) lud in seinem Schlusswort zum nächsten Bürgertreffen am 17. Mai ein, Thema sind neue „Vermittlungsstationen.“

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