Aktion

Müll aus dem Meer wird zu Kunst

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Emmerleff/Emmerlev
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Die Schüler auf der Müllsuche beim Emmerleffer Kliff Foto: Elise Rahbek

Schüler aus Hoyer und Niebüll haben beim Emmerleffer Kliff Abfall gesucht, aus dem etwas Neues entstehen soll.

Neben Touristen und Naturfreunden waren gestern auch ungefähr 50 Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule aus Niebüll am Strand beim Emmerleffer Kliff. Ausgestattet mit Plastiktüten und Einweghandschuhen, machten sie sich auf die Suche nach angeschwemmtem Müll.

Klassenkameraden und Schüler der Højer Efterskole waren an drei anderen Einsatzorten nördlich und südlich der Grenze in Aktion.
Die insgesamt 200 Schüler nahmen am deutsch-dänischen Interreg-Projekt „Waste for Life“ teil, das von Kulturfokus der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig gefördert wurde. Mit der Aktion soll auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam gemacht werden.
Der gesammelte Abfall aus dem Meer soll zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Kunstwerk aus Müll zusammengestellt werden. Die Präsentation ist für Oktober geplant.

Nachdenkliche Schülerin

Mit einer Greifzange mit langem Schaft war die Zehntklässlerin Lisa Christiansen aus Niebüll ausgerüstet. Nicht weil sie sich vor dem Anfassen des Mülls ekelte. „Es ist halt einfacher“, meinte sie. Ihre Schule sei mit vier 10. Klassen dabei, erzählte sie. Ihre Mitschülerin Lale Cosmos fand die Aktion cool. Wenn sie am Strand war, nehme sie ihren eigenen Müll schon mit. „Den Abfall der anderen nicht, aber das ist vielleicht der nächste Schritt“, meinte sie nachdenklich.

Nach der zweistündigen Müllaktion gab es nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Nachschule Vorträge von Peter Michelsen von der Aktion Ren Strand Fanø. Er versucht sogar, anhand des gesammelten Mülls die Umweltverschmutzer ausfindig zu machen. Anne Husum Marboe vom Nationalpark Wattenmeer gab Aufschluss über die Auswirkung des Mülls auf das äußerst empfindliche Wattenmeer. bi

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