Interregprojekt

Schüler gestalten Zukunft

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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Einige der jungen Ideenentwickler während der Präsentation. Foto: Thomsen

Die Achtklässler der Kommunalschule erarbeiteten gemeinsam mit Schülern aus Neumünster Visionen zur Zukunftsgestaltung. Im kommenden Jahr geht es dann für die Schüler aus Tondern nach Neumünster.

Gemeinsam mit Schülern von ihrem Netzwerk-Partner, der Freiherr-vom-Stein-Schule in Neumünster, tauchte die Klasse 8 e der internationalen Linie von Tønder Overbygningsskole in die Zukunftswerkstatt ein. Das Interregprojekt „Deutsch-dänische Jugend gestaltet Zukunft“ stand in kleinen, gemischten Gruppen auf dem Stundenplan.

Für die Schüler ging es darum, sich mit Ideen einzubringen, wie die Region zusammenwachsen kann. Sie erarbeiteten in kleinen Gruppen gemeinsame Visionen und beschrieben Wege für das Schaffen einer gemeinsamen Identität und ein Wir-Gefühl. Der Prozess mündete in kreative und detaillierte Antworten aus.

2.900 Schüler dabei

„Insgesamt beteiligen sich 2.900 Schüler an dem grenzüberschreitenden Projekt“, erläutert Kulturberaterin Birgitte Boelt vom UC Syd, bei der die praktischen Fäden für die Projektbetreuung zusammenlaufen. „Es war ganz fantastisch, dass die Schüler die Möglichkeit hatten, im Mind Factory by Ecco zusammenarbeiten. Ich erlebe, dass die Schüler hier sehr gute Deutschkenntnisse haben“, erklärt Boelt mit einem anerkennenden Kopfnicken in Richtung Deutschlehrerin Heidi Iwersen.

Die Schüler aus Neumünster wohnten im Wanderheim. Auch nach der Schulzeit gab es Programm – mit einer Stadtwanderung, Besichtigung des Wasserturms und einem gemeinsamen, von den Eltern zubereiteten Essen. „Die Schüler sind gleich zusammengeschmolzen“, erwähnt Heidi Iwersen. Auch Klassenlehrerin Anita Uggerholt Eriksen zeigte sich von dem Projekt begeistert. Die intensiven Tage würden einem ganzen Jahr mit Sprachunterricht entsprechen. „Ich habe gelernt, zwei Sprachen gleichzeitig zu gebrauchen“, erklärte eine Schülerin aus Tondern während der Präsentation, die jede Schule für sich als Heimspiel durchführte. Eine andere machte sich dafür stark, dass der Kontakt gewahrt wird.

2019 nach Neumünster

Das Projekt läuft über drei Jahre, und 2019 geht es für die Schüler aus Tondern nach Neumünster zum Weiterarbeiten. „Ihr seid von der Idee bis zur Umsetzung als Projektentwickler tätig gewesen und habt groß gedacht“, meinte Boelt zu den beachtenswerten Ergebnissen. Bei einer Konferenz am 26. April kristallisieren sich die Projekte heraus, mit denen weitergearbeitet werden soll. Sie signalisierte, dass sie mit dem Vorschlag mit einem deutsch-dänischen Filmfestival weiterarbeiten wolle, da dieses Thema mit Blick auf die Filmwerkstatt und das Filmfestival in Tondern Potenzial enthalten würde.

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