Freizeit

Skaterbahn in Reichweite

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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Derzeit werden auf dem Gelände Holzrampen genutzt. Foto: Peter Beiter Andresen

Eine Realdania-Finanzspritze in Höhe von einer halben Million Kronen beflügelt das Projekt auf dem ehemaligen Kasernengelände in Tondern.

„Das ist für uns von großer Bedeutung, da die Summe nahezu ein Drittel unseres Budgets ausmacht“, erklärt der Vorsitzende von „Barrax Skatepark Tønder“, Peter Beiter Andresen, mit Blick auf eine Finanzspritze in Höhe von 500.000 Kronen aus dem Realdania-Underværker-Fördertopf. Damit werden Personen mit Feuereifer unterstützt, die neue „Wunder“ schaffen.

In Tondern bemüht sich die Initiativgruppe seit knapp zwei Jahren, um einen zwanglosen, sozialen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 20 Jahren und Junggebliebene oder aktive Erwachsene zu schaffen. Auf dem nördlichen Ende des ehemaligen Kasernengeländes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Crossfit-Center gibt es schon mal mit Rampen aus Holz einen kleinen Vorgeschmack.

„Mit der Zusage von Realdania haben wir 1,45 Millionen Kronen zusammen, und wir werden bald mit dem Bau loslegen. An einige unserer finanziellen Mittel ist die Bedingung geknüpft, dass das Projekt im Oktober abgeschlossen sein muss“, so Beiter Andresen. Der Verein hat ein Angebot für ein Projekt zum Kostenpunkt von 1,7 Millionen Kronen vorliegen.

Vorgesehen ist der Bau eines qualitativen Skaterparks aus Beton, der auf allen Niveaus mit Skateboard, Rollschuhen, BMX-Rädern und Rollern genutzt werden kann. „Der Park aus Beton macht den ganzen Unterschied aus. Wir mieten das Gelände für die Dauer von 20 Jahren mit einem unkündbaren Vertrag für einen symbolischen Betrag“, erläutert der Vorsitzende. Große Abstände zum Besitzer gibt es nicht, da Eigentümer Hans Schmidt auch dem Vorstand angehört. Weitere Mitglieder sind Mikkel Carlsen und Zimmerer Anders Tygesen, der die Holzrampen gezimmert hat.

„Die größte Herausforderung war, durchzuhalten"

Die vorliegenden Mittel kommen größtenteils von Stiftungen. Durch den Verkauf von T-Shirts hat die Initiativgruppe etwas Geld eingesammelt, und auch private Geschäftsleute haben das Projekt wohlwollend unterstützt. Der kommunale Ausschuss für Landbereiche fördert das Vorhaben
mit 80.000 Kronen. Die Kommune habe signalisiert, dass sie für die Miete aufkommen würde, so der Vorsitzende.

„Die größte Herausforderung war, durchzuhalten und nicht aufzugeben, obgleich wir wiederholt Abschläge einstecken mussten. Keiner von uns hatte Erfahrung im Fundraising, und wir mussten uns vortasten. Unterwegs sind wir aber schlauer geworden“, erklärt Peter Beiter Andresen. So wechselte die Gruppe auch mal von fünf auf drei, um bis jetzt bei vier Mitgliedern zu landen. Einen potenziellen „Kundenstamm“ bilden die 700 Mitglieder der Facebook-Gruppe, die mit den Hufen scharren, um loszulegen.

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