Ausgezeichnet

Mit der Ursprünglichkeit im Blick

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Hoyer/Højer
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Foto: Elise Rahbek

Das historische reetgedeckte Anwesen von Jane Ohlen und Jesper Teglskov ist ein Ausgezeichnetes. Es erhielt den Gebäudepreis.

„Der Preis bedeutet uns viel, da wir viel Arbeit reinstecken, um den alten Stil zu erhalten“, erklärte Jane Rahbek Ohlsen gestern. Kurz vorher hatten sie und ihr Mann Jesper Teglskov bei strahlendem Sonnenschein im Garten ihres attraktiven reetgedeckten Anwesens am Osterende 1 in Hoyer vom Vorsitzenden des Technischen Ausschusses, Bo Jessen (V), den Hauspreis erhalten.

„Ihr bekommt ihn in der Kategorie Gewerbe-Gebäude. Es hätte aber genauso gut für Kulturerbe sein können“, erklärte Jessen. Das eindrucksvolle dreiflügelige Reetdachhaus bildet nicht nur das Zuhause für die Familie mit den drei Töchtern Signe, Anne und Ida, sondern die Hausherrin betreibt dort auch ihr Fotostudio. Das Paar hat viel Zeit und Geld in die Restaurierung des schönen Bauwerks gesteckt, das es vor acht Jahren von Janes Eltern Elise Rahbek und Jan Ohlsen übernahm.

Keine leichten Lösungen

„Wir sind sehr froh über euren Einsatz, bei dem ihr keine leichten Lösungen gewählt habt. Das können wir heute deutlich sehen“, erklärte Bo Jessen. Er erwähnte unter anderem die durchgreifende Renovierung des Wohnhauses und der Scheune. Die Hofanlage aus dem Jahr 1827 sei ein schönes Beispiel für den örtlichen Baustil. „Wir finden auch selber, dass wir ein schönes Haus haben. Das Haus ist verhältnismäßig groß und wir werden vorläufig nicht arbeitslos, da wir noch viele Träume haben“, so Jane Ohlsen lachend in ihrem Dank. Erwähnung fand auch der nahezu originalgetreue Nachbau der ursprünglichen Eingangstür, die Tischler Teglskov, der auch als Gefängniswärter arbeitet, gefertigt hat. Die Besucher staunten bei dem Rundgang nicht schlecht, und Teglskovs Vorliebe für das Detail wurde überall sichtbar.

„Es hätte nicht viel gefehlt, und der Hof hätte nur noch zwei Längen gehabt“, sagte Jane Ohlsen während der Besichtigung der Scheune. Die Erneuerung des dortigen Strohdachs entpuppte sich als eine kostspieligere Affäre als veranschlagt, da auch das Gebälk erneuert werden musste.

„Darauf könnt ihr stolz sein“

Nach dem Gang durch das Fotoatelier und die geschmackvoll eingerichteten Wohnräume konnten sich die Ausschuss-Politiker in Begleitung des kommunalen Direktors Keld Hansen und Fachbereichsleiter Lars-Erik Skydsbjerg im ersten Stock ein Bild vom aktuellen Bauprojekt machen. Dort richtet Jesper Teglskov Schlafräume ein.

„Darauf könnt ihr stolz sein“, lautete nach dem Rundgang das Urteil von Architekt und Ausschussmitglied Harald Christensen (Soz.)
Es ist nicht die erste Auszeichnung für das Paar. 2017 wurde der Einsatz vom örtlichen Verein für die Förderung von Bauten honoriert.

Drei Gebäude ausgezeichnet

Bei der 7. Preisverleihung führte es den Technischen Ausschuss außer nach Hoyer auch nach Bredebro. Das renovierte Haus mit der Nummer 33 an der Storegade wurde im Zuge einer Renovierung zu seinem ursprünglichen Aussehen zurückgeführt. Eine Auszeichnung gab es auch für das Mühlenhaus bei den Pumpen-Mühlen in Ballum. Die drei Preisträger erhalten jeweils eine Plakette für das Haus und 5.000 Kronen.

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