Einweihung

Zwei Angebote unter einem Dach

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Lügumkloster/Løgumkloster
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Mike Siebert von Hjerneskadecentret und Anker Huusmann vom Korttidscentret (v. l.) scheinen mit ihrem Schnitt durch das rote Band gut zufrieden zu sein. Foto: Jane R. Ohlsen

Korttidscenter Nord und Hjerneskadecentret feierten am Mittwoch enge Nachbarschaft mit einer Einweihung.

Die kommunale Einrichtung Klosterparken in Lügumkloster beheimatet seit April 2017 nicht nur das Spezialangebot (Hjerneskadecentret) für zwölf Menschen, die sich eine Gehirnverletzung zugezogen haben. Dort hat auch das kommunale Kurzzeitcenter Nord sein Domizil. Die Stätte, die früher im Pflegecenter Mosbølparken in Scherrebek angesiedelt war, gewährt mit zehn Plätzen Bürgern einen zwischenzeitlichen Aufenthalt, um einer Einweisung ins Krankenhaus vorzubeugen. Sie können dort auch als Zwischenstation nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Unterstützung erfahren. Gestern feierten die Nachbarn Einweihung.

„Es ist ein Jahr her, dass das Kurzzeitcenter bei uns eingezogen ist, und wir mussten uns erst in der neuen Situation zurechtfinden“, erläuterte die Leiterin der Stätte für erworbene Gehirnschäden, Charlotte Jensen. Sie begrüßte die Teilnehmer gemeinsam mit der Leiterin des Kurzzeitcenters, Sonja Olsen. Olsen steht auch an der Spitze des Kurzzeitcenters Süd, Leos Pflegecenter in Tondern.

Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Peter Christensen (Sozialdemokraten), freute sich über die Einweihung von Klosterparken in der Version 2. Die erste Version war 2012 ins Leben gerufen worden. Die Nachfrage war aber nicht groß genug, um die Stätte auszulasten. Ehemals wurden im früheren Amtspflegeheim vorzugsweise an Demenz leidende Bürger und Personen mit einer psychiatrischen Diagnose betreut. „Das Ziel ist, dass die Einrichtung ein Pitstop für Bürger ist, damit sie wieder zurück auf die Bahn kommen können. Das Rehazentrum ist für einige für einen längeren Zeitraum ihr Zuhause und für andere wiederum für eine kürzere Zeitspanne“, so Christensen.

„Das ist ein klasse Beispiel dafür, was machbar ist, wenn wir auf politischer Ebene querbeet denken. Wir sind uns bewusst, dass es einige Zeit dauert, bis man fachgruppen-übergreifend eine gemeinsame Kultur geschaffen hat“, so die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Irene Holk Lund (Venstre). Sie erzählte ein positives Beispiel von einem Nutzer des Kurzzeitcenters, der verlorene Funktionen wiedergewonnen hatte. Seine Familie wollte ihm gerne einen weiteren Aufenthalt bezahlen. „Das ist aber nicht machbar“, so Lund.

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