Deutsche Minderheit

Herausforderung Finanzen

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Tingleff/Tinglev
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Elke Tagensen
Gösta Toft dankte Elke Tagensen (sitzend r.) für ihren Einsatz in der Geschäftsstelle und den ehrenamtlichen Einsatz. Sie sei ein Beispiel dafür, wie Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand gehen könnten. Dafür bekam sie „Standing Ovations“. Foto: hpb

Die Haushaltssperre des Bundes Deutscher Nordschleswiger macht dem Sozialdienst zu schaffen. Doch BDN-Chef Jürgensen zeigt sich optimistisch, dass der Bundeshaushalt bald für Luft sorgt.

„Es erfordert Geld, um das bestehende Serviceniveau bei steigenden Mitgliedszahlen und Belegungen des Hauses Quickborn halten zu können“, so Gösta Toft, Vorsitzender des Sozialdienstes für Nordschleswig auf der Generalversammlung, die am Donnerstag in der Tingleffer Sporthalle stattfand.

Damit machte er auf die angespannte finanzielle Lage aufmerksam, in der sich der Verband befindet. „Wir haben trotz aller Bemühungen ein jährliches Defizit. Das ist auf Dauer kein haltbarer Zustand. Ich hoffe, dass wir bald eine Lösung finden“, so Toft weiter. Er wies dabei auf die vielen Angebote hin, die der Sozialdienst anbietet (und die gut angenommen würden) und die damit viel für die Gemeinschaft tun würden.

Das Defizit des Sozialdienstes, das erklärt der 2. Vorsitzende Claus Pørksen in seinem Kassenbericht, betrage knapp 80.000 Kronen. „Durch die Haushaltssperre des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) von 5 Prozent könnte der Verband gezwungen sein, 240.000 Kronen einzusparen“, berichtet Pørksen. Dazu meldet sich Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender das BDN, zu Wort und erklärt, dass die Haushaltssperre nur so lange gelte, bis der Haushalt der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet wird. Erst dann fließen die Gelder , und bis dahin müsse gespart werden, so Hinrichsen.

Deshalb, das ergänzt Hans Grundt, Leiter der Geschäftsstelle, gebe es auch noch keine Sozialdienst-Haushaltspläne. „Die Finanzen bleiben trotz allem eine große Herausforderung“, fasst Claus Pørksen die Situation zusammen.

In seinem Vorstandsbericht erklärt Gösta Toft, dass „die Gemeinschaft unter den Mitgliedern erste Priorität hat“. Das solle in Zukunft unter anderem durch die Arbeit in den Ortsvereinen noch gestärkt werden, so der Vorsitzende. Ziele des Sozialdienstes, so Toft, seien unter anderem, mehr Mitglieder zu werben, mehr Angebote für alle Altersgruppen anzubieten sowie den Sozialdienst sichtbarer zu machen. Dazu sollen auch die Sozialen Medien genutzt werden, berichtet er. Außerdem solle die Kommunikation zu den Mitgliedern digitalisiert werden.

Wahlen

Da Claus Pørksen sich als zweiter Vorsitzender nicht wieder zur Wahl stellte, wurde von der Versammlung Claus Tästensen aus Lügumkloster per Akklamation gewählt. Der durch den Weggang von Gisela Seffel frei werdende Posten des Seniorenausschussvorsitzenden konnte nicht besetzt werden. Der Vorstand schlug deshalb vor, dass der Ausschuss sich selbst ergänzt und bei der Generalversammlung im kommenden Jahr ein Vorsitzender bestätigt werden kann. Das fand die Zustimmung der Anwesenden.

Ehrungen

Irene Feddersen bekam aus den Händen von Heiko Frost vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein das goldene Ehrenabzeichen des Wohlfahrtsverbandes für ihren ehrenamtlichen Einsatz über viele Jahre, so unter anderem im Hauptausschuss des Sozialdienstes.
Hanns Peter Blume wurde vom Vorsitzenden Gösta Toft für den langjährigen Einsatz, unter anderem für die Arbeit am Sozialdienstkalender, geehrt.

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