Erasmus-Projekt

Internationales Team setzt auf Kreativität

Kerrin Jens
Apenrade/Aabenraa
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Die Gruppe arbeitet an einem interkulturellen Quiz. Dabei lernen sie kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennen. Foto: Kerrin Jens

Im Rahmen eines Erasmus-Projektes entwickeln Schüler aus Dänemark, Deutschland, Italien, Bulgarien und Ungarn in Apenrade neue Lernmethoden.

Zwanzig Schüler aus Italien, Ungarn, Bulgarien und Deutschland waren diese Woche zu Besuch beim Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN). In Verbindung mit dem internationalen Erasmus+ Projekt entwickeln sie zusammen Ideen zum Thema „Kreatives Lernen“.

Das Treffen in Apenrade war das erste von insgesamt fünf Veranstaltungen. Die Schulen besuchen sich in dem zweijährigen Projekt, das aus EU-Geldern gefördert wird, gegenseitig.
„Bei dem Projekt wollen wir Inhalte liefern und gemeinsam etwas erarbeiten“, berichtete Jens Mittag, Schulleiter des DGN. Er sieht das Treffen als gute Möglichkeit für seine Schüler, Europa besser kennen zu lernen und Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu entwickeln.

Die Lehrkräfte der ungarischen Schule übernahmen bei dem Projekt die Rolle der Koordinatoren. Sie stellten den Antrag auf Fördergelder. Durch die Kontakte der ungarischen Schule kam die Kooperation in dieser Länder-Konstellation zu Stande.
In Kleingruppen erarbeiteten Schüler und Lehrkräfte Ideen, kreatives Lernen zu vermitteln.

Interkulturelles Quiz

Eine Gruppe arbeitete zum Beispiel an einem interkulturellen Quiz. Das Team bestand aus zwei Italienern, einem Schüler aus Ungarn, einer Bulgarin, einer Schülerin vom DGN, einer Lehrerin und einer Schülerin aus Neumünster. Gemeinsam haben sie sich Fragen für ihr Quiz ausgedacht. Dabei stießen sie auf kulturelle Unterschiede wie landestypische Prominente. Außerdem ist ihnen aufgefallen, dass sie nur sehr wenig über Bulgarien wissen. Die bulgarische Schülerin allerdings weiß viel über Deutschland. Deswegen ist der Austausch wichtig, findet eine deutsche Schülerin.

Untereinander sprechen die internationalen Schüler Deutsch. Sie lernen seit mindestens zwei Jahren die deutsche Sprache. Der ungarische Schüler lernt die Fremdsprache bereits seit sechs Jahren. Gemeinsam wollen sie das selbstgestaltete Quiz beim nächsten Treffen im Mai den anderen Schülern in Bulgarien vorstellen.

Bevor es für die internationalen Schüler am Wochenende wieder nach Hause ging, stand noch ein Besuch in Ribe und Flensburg an. Als weiteren Programmpunkt hat das Organisationsteam des DGN Geocaching geplant. Bei der besonderen Form des kreativen Lernens mussten die Schüler mit Hilfe von Koordinaten zehn ausgewählte Sehenswürdigkeiten in Apenrade finden.

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