Sechs Sportarten für mehr Entspannung

Wie man mit Yoga, Pilates und Co. Stress abbaut

shz.de/Julia Gohde
Flensburg
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Yogamatte ausrollen, Quigong-Übungen nach Feierabend, Tai Chi am Morgen oder progressive Muskelentspannung - es gibt viele Sportarten, die entspannen sollen. Sechs Trainingsmethoden und ihre Besonderheiten im Überblick.

In der Ruhe liegt die Kraft, heißt es. Viele Menschen sehnen sich im Alltagsstress nach mehr Entspannung und Ausgeglichenheit. Manche Sportprogramme versprechen genau dies. Ein paar dieser Sportarten gibt es hier in der Übersicht:

1. Pilates

Pilates ist ein schonendes Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskultur an Becken, Bauch und Rücken. Pilates konzentriert sich neben dem Fitness-Aspekt auch auf Atmung, Haltung und Koordination. „Im Unterschied zu Yoga, wo viele Übungen statisch gehalten werden, wird hier fließend gearbeitet, unterstützt von Hilfsmitteln wie Bällen, Ringen oder Bändern“, erklärt Ulrika Eiworth, Trainerin für Yoga, Pilates und Nia aus Mosbach.

2. Yoga Pilates

Yoga gilt als die wohl bekannteste Entspannungssport, ist aber eigentlich viel mehr als das: eine philosophische und religiöse Lehre aus Indien nämlich, deren Übungen Körper und Geist guttun soll. In der westlichen Gesellschaft ist insbesondere das körperliche Training bekannt. Hierzu zählt etwa die Variation des Power-Yoga, das den Schwerpunkt auf Fitness und Ausdauer legt. Prinzipiell gibt es heute eine Vielzahl an Yogaformen, von denen einigen eher dynamisch sind, andere eher meditativ.

3. Qigong

Qigong ist eine chinesische Bewegungsform, die auch zur Meditation und Konzentration eingesetzt wird. Entscheidend ist hierbei der harmonische Bewegungsfluss: Kurz vor der stärksten Anspannung bewegt man sich in eine gegengesetzte Richtigung - langsam, aber stetig. Das soll sich positiv auf Immunsystem, Kraft und Kondition auswirken. Durch die meditativen Anteile und die bewusste Atmung wird Qigong eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Weil die Wibelsäule bei dieser Sportart in Bewegung bleibt, ist sie insbesondere für Leute mit Rückenproblemen geeignet.

4. Tai-Chi

Tai-Chi, die Kurzform von Taijiquan, ist eine chinesische Kampfkunst. Sie gehört zu den beliebtesten Kampfkünsten weltweit und hat hinsichtlich des Bewegungsflusses viel Ähnlichkeit mit Qigong. Während man bei Qigong aber eher stehend dieselben Übungen wiederholt, werden beim Tai Chi ganze Choreographien absolviert. Bei dieser Sportart werden insbesondere Beine und Rücken trainiert. Hier wird sowohl die Koordination als auch Konzentration beansprucht - und gleichzeitig geschult.

5. Nia

Nia ist die Abkürzung von Non-Impact Aerobics. Es vereint Elemente aus den Sportarten Tae Kwon Do, Aerobic und Ballett. Ähnlich wie bei Yoga und Pilates stehen Stressabbau und Körperwahrnehmung im Mittelpunkt, im Vergleich zu Yoga gilt Nia aber als dynamischer. Trainiert wird zu Musik, barfuß und ohne besondere Hilfsmittel.

6. Progressive Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung funktioniert nach einem recht simplen Schema: Anspannen und entspannen - mit dieser Technik werden bestimmte Muskelgruppen angesprochen, die Verspannungen lockern sollen. Man spannt den Körper also an, um zu entspannen. Bei der Progressiven Muskelentspannung (PME) befinden sich die Sportler in der Regel in der Liegeposition. So fällt das Entspannen leichter.

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