FIT IN DIE FEIERTAGE

Eislaufen: Fitnesstraining in der kalten Jahreszeit

shz.de
Apenrade/Aabenraa
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Spätestens wenn die Temperaturen im Winter in den Dauerfrostbereich sinken, legen viele Jogger ihr Training auf Eis. Dabei könnten sie einfach die Laufschuhe gegen Schlittschuhe tauschen, um ihr Fitness-Level zu halten.

Nicht nur durchtrainierte Hobbysportler profitieren von den Runden auf dem Eis. „Schlittschuhlaufen fördert die Koordination, trainiert Balance und Ausdauer, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und wirkt bei älteren Menschen sogar dem Abbau der Muskulatur entgegen. Außerdem ist das Gleiten über die Eisflächen sehr gelenkschonend, so dass auch Übergewichtige sich auf die Kufen stellen können. Damit ist Schlittschuhlaufen praktisch für jeden geeignet“, erklärt Klaus Möhlendick. Allerdings, so der Diplom-Sportwissenschaftler bei der Barmer, berge die Sportart für Ungeübte durchaus ein erhöhtes Sturzrisiko. Deshalb sollten sich Anfänger stets mit Knie- und Ellenbogenschützern aufs Eis begeben. Außerdem empfiehlt der Experte einen Helm und gut gepolsterte Handschuhe, die bei einem Sturz Verletzungen verhindern können.

Schnelle Erfolge

Während Inline-Skater und Ski-Langläufer in der Regel keine Schwierigkeiten mit dem Bewegungsablauf haben, sollten sich absolute Neulinge am besten in Begleitung auf die Kufen stellen. „Am sichersten steht und gleitet man auf Schlittschuhen, wenn der Rücken gerade bleibt und gleichzeitig leicht nach vorne geneigt ist. Meist haben auch Anfänger mit einer kleinen Hilfestellung den Dreh schon nach kurzer Zeit raus“, so Möhlendick. Bevor sie allerdings zu übermütig werden, sollten sie auch unbedingt das Bremsen lernen. Der Experte empfiehlt, sich langsam an die Bremstechnik heranzutasten. Wer sich sowohl beim Dahingleiten als auch beim Stoppen sicher fühlt, kann dann beim Laufen nach und nach Variationen einbauen, etwa Gleitphasen auf einem Bein, Drehungen oder Kurven- sowie Rückwärtsfahren.

Sicheres Kunsteis

Auch wenn das Eislaufen auf einem zugefrorenen Gewässer für viele besonders reizvoll ist, rät Möhlendick gerade Anfängern, ihre ersten Versuche auf einer Kunsteisbahn zu starten. Anders als auf natürlich zugefrorenen Wasserflächen gibt es dort keine oder nur geringe Unebenheiten im Eis, die die Fahrt abrupt bremsen können. Viele Städte locken während der Wintermonate mit solchen Bahnen. Wer dennoch auf einem zugefrorenen Teich oder Fluss seine Runden drehen möchte, sollte sich vorher beim örtlichen Ordnungsamt erkundigen, denn nur diese Ämter dürfen zugefrorene Eisflächen freigeben.

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