Eishockey

Bester WM-Kader aller Zeiten

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Herning
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Frederik Storm steht vor seiner achten WM-Endrunde. Foto: Jan Korsgaard-kanut.dk

Der ehemalige SønderjyskE-Stürmer Frederik Storm sieht bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land gute Viertelfinal-Chancen.

Frederik Storm hat sich schon lange nicht mehr so sehr auf ein Ereignis gefreut wie auf diese Eishockey-Weltmeisterschaft. Am Freitag um 20.15 Uhr fällt für die dänische Nationalmannschaft mit dem Spiel in Herning gegen den Olympia-Zweiten Deutschland der Startschuss zur WM im eigenen Land.

„Das wird eine großartige Sache, und ich denke, dass wir gute Chancen haben, eine gute Figur abzugeben. Wir haben den besten Kader jemals bei einer WM“, sagt der ehemalige SønderjyskE-Stürmer zum Nordschleswiger.

Der 29-Jährige kam im Sommer 2009 nach Woyens, wurde auf Anhieb dänischer Meister und spielte zwei Jahre für SønderjyskE, bevor es über eine Saison in Herlev nach Schweden ging, wo er bereits seit sechs Jahren für die Malmö Redhawks stürmt, zunächst für drei Spielzeiten in der Allsvenskan, zuletzt für drei Jahre in der SHL. In seiner SønderjyskE-Zeit kam er zu seinem Nationalmannschafts-Debüt, seit 2011 hat er bei jeder Weltmeisterschaft für Dänemark teilgenommen.

„Die Breite ist nur besser geworden, seitdem ich in der Nationalmannschaft dabei bin. Wir erzwingen uns in den 50:50-Spielen immer öfter die Oberhand, und die sind letztenendes entscheidend, ob man Erfolg hat oder nicht. Wir müssen von diesen 50:50-Spielen so viele wie möglich gewinnen und dann auch vielleicht in den Spielen gegen die großen Nationen einen Punkt oder zwei klauen. Dann sehe ich auch eine Möglichkeit, das Viertelfinale zu erreichen. Das ist eine schwere Mission, aber ich glaube dran“, meint Frederik Storm, der in dem bei allen Spielen mit dänischer Beteiligung ausverkauften Herninger Boxen keinen tonnenschweren Erwartungsdruck auf seinen Schultern verspürt: „Es ist immer ein Vorteil, so viele Fans im Rücken zu haben. Wir müssen es genießen und Spaß haben. Es bringt uns nichts, uns unnötig unter Druck zu setzen.“

Die Auftaktpartie gegen Deutschland ist gleich ein Schlüsselspiel, denn danach folgen mit den USA (Sonnabend), Kanada (Montag) und Finnland (Mittwoch) drei Eishockey-Großmächte. Die Gefahr lauert, dass Dänemark nach vier Spielen ohne Punktgewinn dasteht und aus der großen WM-Party nichts wird.

„Wir dürfen nicht so weit nach vorne blicken, sondern von Spiel zu Spiel. Und ein Sieg gegen Deutschland wäre ein guter Start“, so der Nationalstürmer, der in der Herninger Turnierhälfte noch auf Norwegen, Südkorea und Lettland trifft.

In der anderen Turnierhälfte spielen Schweden, Russland, Weißrussland, Tschechien, Frankreich, Österreich, die Slowakei und die Schweiz in der Royal Arena in Kopenhagen, wo auch zwei Viertelfinal-, beide Halbfinalspiele sowie das Endspiel ausgetragen werden. Die jeweils vier besten Mannschaften aus Herning und Kopenhagen ziehen ins Viertelfinale ein.

Frederik Storm wurde 2010 mit SønderjyskE dänischer Meister. Foto: Karin Riggelsen
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