Eishockey

SønderjyskE an Esbjerg Energy gescheitert

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Esbjerg
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Foto: Scanpix/Niels Husted

Zum dritten Mal in Folge sind die Eishockeyspieler von SønderjyskE in den Playoffs um die dänische Meisterschaft gegen Esbjerg Energy rausgeflogen. Ausgerechnet gegen den Erz- und Lokalrivalen. Das tut weh, und SønderjyskE wird nach drei Jahren ohne Medaillen kämpfen müssen, um den Anschluss ganz nach oben wieder herzustellen.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE sind so früh wie seit Jahren nicht mehr in den Sommerurlaub geschickt worden. Das Aus im Kampf um die dänische Meisterschaft ist mit der vierten Niederlage im fünften Spiel gegen Esbjerg Energy besiegelt und die schlechteste Saison seit mehr als einem Jahrzehnt zu Ende gegangen.

Der Titelverteidiger machte vor 3.064 Zuschauern in Esbjerg den Deckel drauf und zog mit einem abschließenden 4:0-Erfolg ins Halbfinale ein. 4:1 hieß es am Ende einer Viertelfinal-Serie, die enger und hartumkämpfter war als das Endergebnis andeutet, aber es kann keine zwei Meinungen geben, dass es die richtige Mannschaft ist, die das Halbfinal-Ticket gebucht hat.

Die Hellblauen konnten sich gegen Ende einer völlig verkorksten Saison mit einer Verletztenmisere und einer Trainerentlassung zwar steigern, unterm Strich war es aber zu wenig, was von SønderjyskE kam. Das Bemühen kann man der Mannschaft nicht absprechen, es fehlte in allen Belangen der letzte Tick, und man hatte den Eindruck, dass das Aufbäumen nach dem Ceman-Rauswurf zu spät kam, um ein geschlossenes Kollektiv zu formen.

Gegen diese Esbjerg-Mannschaft kann man verlieren, aber die Hellblauen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, überhaupt in dieser Situation gelandet zu sein, dass man bereits im Viertelfinale gegen einen Titelkandidaten ran muss.

Den entscheidenden Knacks hatte man am Freitagabend bei der 1:2-Heimniederlage in einer ausverkauften SE Arena bekommen. Die abschließende Niederlage fiel am Ende sehr hoch aus. Die beiden letzten Gegentreffer fielen in den Schlussminuten, als SønderjyskE alles auf eine Karte gesetzt hatte und Torwart Myllykoski mit einem sechsten Feldspieler ersetzt hatte.

Nicht nur im letzten Viertelfinale, sondern in der gesamten Serie hatten die Hellblauen in der Offensive zu wenig zu bieten. Abgesehen vom 4:0-Heimsieg in Spiel zwei erzielte man zweimal ein Tor, bevor man zum Abschluss ganz leer ausging. Das ist zu wenig.

Esbjerg Energy - SønderjyskE (1:0,1:0,2:0) 4:0

1:0 Brock Nixon (2:11), 2:0 Colin Vock (39:29/5 gegen 4), 3:0 Justin Crandall (56:56), 4:0 Justin Crandall (58:55).

Zeitstrafen: Esbjerg 6x2 – SE 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Rasmus Toppel/Thomas Buchardt Andersen. Zuschauer: 3.064.

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