Eishockey

„Wir haben es uns selbst schwer gemacht“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Esbjerg
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Foto: Scanpix/Niels Husted

Mit versteinerter Miene saßen viele SønderjyskE-Spieler vor der Umkleidekabine, beim Versuch das Viertelfinal-Aus gegen Esbjerg Energy zu verdauen.

Kim Lykkeskov zeigte sich sehr enttäuscht, nahm aber das Viertelfinal-Aus gegen Esbjerg mit Fassung hin.

„Es ist eine enge Serie gewesen, enger als die Ergebnisse andeuten. Esbjerg ist nicht markant besser gewesen, aber die haben vier Siege auf dem Konto. Dann ist das auch der richtige Sieger. Da kann man nichts dagegen einwenden, dass die in die nächste Runde einziehen“, sagt der SønderjyskE-Sportchef, der sich aber dennoch über den Verlauf der Viertelfinal-Serie ärgerte.

„Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben es uns selbst in einigen Situationen selbst schwer gemacht. Einige der Hinausstellungen, die wir heute kassiert haben, hätten wir vielleicht vermeiden können. Wir haben seit November über die unnötigen Zeitstrafen gesprochen“, ärgerte sich der Sportchef, ohne erläutern zu wollen, an welche Situationen er denkt.

Lykkeskov wird aber nicht Beifall gespendet haben, als Kapitän Derek Damon sich in der gegnerischen Zone eine Zwei-Minuten-Strafe einhandelte, die zum vorentscheidenden 2:0 führte.

Foto: Scanpix/Niels Husted

Mit versteinerter Miene saßen viele SønderjyskE-Spieler vor der Umkleidekabine, beim Versuch das Viertelfinal-Aus gegen Esbjerg Energy zu verdauen.

„Wir sind wahnsinnig enttäuscht. Eine Enttäuschung, die im Augenblick schwer zu schlucken ist. Wir haben nach einer wahnsinnig harten Saison viel Lehrgeld zahlen müssen“, meint Stürmer Anders Førster: „Alle Spiele in dieser Serie sind eng gewesen. Esbjerg sieht am Ende wie der überlegene Sieger aus, weil sie in Überzahl und Unterzahl den entscheidenden Tick stärker waren.“

Die fehlende Tore, besonders in den Überzahl-Situationen, waren für Rasmus Nielsen ausschlaggebend.

„Wir haben einfach zu wenig Tore gemacht. Wir haben einmal 4:0 gewonnen, aber darüber hinaus zweimal ein Tor erzielt und einmal gar keins“, ärgert sich der SønderjyskE-Verteidiger: „Wir haben unser Powerplays zu selten genutzt und sind einige Male von unserem Konzept abgewichen, während Esbjerg es simpel hielt.“

SønderjyskE sah nicht immer wie eine Mannschaft aus, die an sich und den Erfolg glaubte.

„Ich fand schon, dass wir den Glauben hatten. Wir haben gegen Ende der Saison die Energie und die Spielfreude zurückgefunden und haben in der Phase vor dem Play-In und auch in den Spielen gegen Gentofte gut gespielt, aber gegen Esbjerg hat es nicht gereicht“, meint Rasmus Nielsen.

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