Fussball

Emotionale Achterbahnfahrt für Mads Hvilsom

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Scanpix/Claus Fisker

Der 25-jährige ehemalige Braunschweig-Stürmer wurde zum Abschluss einer emotionalen Woche der Matchwinner beim 1:0-Sieg gegen Randers.

„Das ist Fußball von der schönsten und von der schlimmsten Seite gewesen. Am einen Tag sitzt man mit Tränen in den Augen, weil die Jungs den Pokalsieg gegen Brøndby so verdient hätten, drei Tage später hat man einen großen Schritt zum Erreichen eines großen Ziels gemacht“, sagt Mads Hvilsom nach der emotionalen Achterbahnfahrt der letzten Woche und seiner Matchwinnerrolle beim so wichtigen 1:0-Heimsieg gegen Randers FC.

„Im Fußball geht es auf und ab, und das weiß nicht zuletzt ich. Da darf man das Lächeln nicht vergessen, wenn es mal gut läuft. Es mussten nach dem Tor viele Dinge raus. Es sind zuletzt so viele Dinge passiert, auch gutes und schlechtes im Privatleben. Und so wie die Tage gelaufen sind, hätte die Geschichte nicht besser geschrieben werden können. Ich habe das machen dürfen, was ich am meisten liebe: ein Tor machen und mit den Jungs über drei Punkte jubeln“, sagt der 25-Jährige, der den Torjubel seiner vier Wochen alten Tochter widmete: „Sie musste noch Papa treffen sehen.“

Der SønderjyskE-Stürmer war mit den Kräften am Ende, als er in der 86. Minute ausgewechselt wurde.

„Da waren null Prozent zurück im Tank. 120 Minuten am Donnerstag gegen Brøndby und 86 Minuten heute. Besonders das Brøndby-Spiel fühlte sich verdammt lang an, und die Form dafür findet man nicht in der Reserveliga. Ich denke, alle waren am Ende platt, aber das zeichnet den Klub so aus, dass alle zusammenrücken, wenn es eng wird. Ich habe selten so laut nach dem Abpfiff geschrien“, gestand Mads Hvilsom, der sich über den großen Vorsprung im Abstiegskampf freute, aber erst den Deckel draufmachen will, bevor er über einen gesicherten Klassenerhalt sprechen will: „Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass wir nicht dran wären, aber lasst uns nächste Woche über das Thema sprechen. Wir müssen jetzt den Sack zumachen, und wer weiß, ob am Ende noch interessante Spiele auf uns warten.“

Das Randers-Spiel war sein erster Superliga-Einsatz von Beginn an seit fast einem Jahr, nachdem er bislang im Schatten von Mikael Uhre gestanden hat.

„Uhre hat sich für einen Vertrag in Brøndby verdient gemacht, aber ich kenne die Pläne des Klubs nicht. Ich hoffe natürlich, dass ich spielen werde, aber es wäre doch merkwürdig, wenn der Klub einen Leistungsträger gehen lassen würde, ohne einen neuen zu holen. Das würde mich überraschen, aber ich werde weiter alles dafür tun, Claus Nørgaard davon zu überzeugen, dass ein Stürmer in der Kulisse bereit steht“, sagt Mads Hvilsom, der bis zum Sommer 2019 von Esbjerg fB an SønderjyskE ausgeliehen ist. Zu diesem Zeitpunkt läuft sein Vertrag in Esbjerg aus.

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