Fussball

Freude über den frühen Klassenerhalt

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Scanpix/Claus Fisker

Die SønderjyskE-Fußballer haben zum zehnten Mal in Folge den Klassenerhalt in der Superliga geschafft. Nur in den seltensten Fällen konnte der Verbleib im Oberhaus so früh verbucht werden.

„Wir haben gerade darüber gesprochen, wie ungewöhnlich es ist, bereits im April über den Klassenerhalt jubeln zu können. Nur die letzten drei Jahre haben wir nicht bis zum letzten Spieltag zittern müssen. Wenn wir daran zurückdenken, wie hart wir in den ersten sechs, sieben Jahren gegen den Abstieg kämpfen mussten, zeigt das schon, wie viele Schritte wir nach vorne gemacht haben, freut sich SønderjyskE-Sportchef Hans Jørgen Haysen: „Und die Spieler haben ihre Leistung gebracht, obwohl sie in den vergangenen Wochen viel haben durchmachen müssen. Viele haben gesagt, dass die Abstiegsrunde von vornherein entschieden sein wäre und wir nur die Heimspiele gegen die Mannschaften gewinnen mussten, die hinter uns in der Tabelle stehen. Das haben wir auch getan, aber unter diesen Umständen ist das gar nicht mal so leicht gewesen. Da sitzt eine Gruppe von Menschen in dieser Umkleidekabine, die mir sehr am Herzen liegt.“

Als einziger im SønderjyskE-Kader war Anders Egholm dabei, als SønderjyskE vor zehn Jahren den Aufstieg in die Liga und in der darauffolgenden Saison erstmals in der Vereinsgeschichte den Klassenerhalt schaffte.

„Die Zeiten haben sich wirklich geändert“, erinnert der 34-Jährige sich gerne an den Überlebenskampf unter Carsten Broe zurück, freut sich aber, dass seitdem viel passiert ist: „Die Werte waren die gleichen, aber der Klub hat sich mit großen Schritten nach vorne bewegt. Wir arbeiten jetzt auf höherem Niveau. Wir verlangen mehr von uns, sind nicht so leicht zufrieden zu stellen.“

Der Innenverteidiger, der zwischen 2010 und 2017 anderswo seine Brötchen verdiente, hat noch nie so früh den Klassenerhalt mit SønderjyskE geschafft.

„Es ist immer schön, wenn man sein Ziel erreicht. Es war aber auch unser Ziel, so früh wie möglich den Klassenerhalt perfekt zu machen, und das haben wir ganz gut hinbekommen. Wir können jetzt auf Europa hinarbeiten“, meint Anders Egholm: „Viele andere Dinge geistern derzeit in unseren Köpfen herum. Das ist frustrierend. Hoffentlich gibt es da bald Klarheit.“

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