Fussball

Haysen vom Freispruch überzeugt

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Scanpix

Der SønderjyskE-Sportchef ist über die „Hetzkampagne“ seitens einiger Medien und Kollegen erbost.

Lange hüllte man sich bei SønderjyskE in Schweigen. Die Verantwortlichen des Fußball-Superligisten hatten sich selbst und ihren Angestellten einen Maulkorb verpasst, nachdem das Matchfixingsekretariat von Danmarks Idræts-Forbund wegen der Vorfälle in der Schlussphase des Spiels zwischen dem FC Midtjylland und SønderjyskE Untersuchungen eingeleitet hatte.

Mittlerweile fragt man sich aber, ob das die richtige Taktik war, denn von allen Seiten mussten die Hellblauen Schläge einstecken, ohne sich zu wehren.

„Wir waren der Auffassung, dass es am klügsten ist, den Leuten Rede und Antwort zu stehen, die neutral mit der Sache umgehen, anstatt die Fragen der Presse zu beantworten. In den Medien werden einem die Wörter oft im Mund verdreht“, sagt SønderjyskE-Sportchef Hans Jørgen Haysen, der erbost ist über die Hiebe, die er und sein Klub haben einstecken müssen – nicht nur seitens der Medien, sondern auch von einigen Kollegen der Liga-Rivalen, nicht zuletzt aus Hobro.

„Es ist eine regelrechte Hetzkampagne, die gegen uns läuft, und die hat uns sehr getroffen“, so Haysen: „Wir waren erst einmal überrascht, schockiert und irritiert, dass die Untersuchungen überhaupt eingeleitet wurden. Jetzt beschäftigt sich aber eine Instanz damit, die uns entlasten und unseren guten Ruf wieder herstellen kann.“

Die Untersuchungen des Matchfixingsekretariats laufen in diesen Tagen an, doch für den SønderjyskE-Sportchef kann es nur einen Ausgang geben.

„Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass es mit einem Freispruch endet“, sagt Haysen.

Das Matchfixingsekretariat von Danmarks Idræts-Forbund weigert sich, Angaben über den Zeitpunkt einer Entscheidung zu machen, ob Anklage gegen SønderjyskE erhoben wird. Man will den Fall eingehend untersuchen.

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