Fussball

Marc Pedersen: Köpfe waren erst in der zweiten Halbzeit frei

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Odense
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Foto: Scanpix/Claus Fisker

Die Hellblauen waren mit der Leistung in der ersten Halbzeit gegen OB alles andere als zufrieden.

Die SønderjyskE-Verantwortlichen hatten ihren Spielern auch nach dem OB-Spiel einen Maulkorb verpasst. Fragen zum Matchfixing-Vorwurf waren nicht erlaubt, und der SønderjyskE-Kapitän wollte zunächst einmal auch nichts davon wissen, dass es die Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen OB beeinflusst hatte.

„In dieser Woche ist es nicht ein Thema gewesen. In der Woche nach dem Midtjylland-Spiel waren wir überrascht und schockiert, dass ein Fall aufgebaut werden konnte, aber mittlerweile haben wir es zur Seite geschoben“, sagt Marc Pedersen.

Der Kapitän gibt aber dem Nordschleswiger Recht, der bei der SønderjyskE-Mannschaft freie Köpfe vermisst hatte.

„Es konnte so aussehen, dass wir vom Kopf her nicht bei der Sache waren. Ich habe eine Erklärung dafür, aber die werde ich dir nicht geben. Die behalten wir für uns“, sagt Marc Pedersen: „Unsere Leistung in der ersten Halbzeit war einfach schlecht. Richtig schlecht. So war es auch beim letzten Mal in Odense, da haben wir aber 3:0 gewonnen. Wir haben anscheinend den Versuch gemacht, dies zu wiederholen, das ist uns aber nicht gelungen.“

Der Spielführer sah eine Steigerung nach dem Seitenwechsel, nicht zuletzt von der Einstellung her.

„OB lässt den Ball gut laufen, und wenn wir dem Gegner so viel Platz lassen, sehen wir schlecht aus. Wir haben in der zweiten Halbzeit das Gehirn mit auf dem Platz genommen. Zu viele haben in der ersten Halbzeit akzeptiert, auseinenader genommen zu werden“, so Pedersen: „Wir haben teuflisch primitiv gespielt, aber Hvilsom kam fantastisch rein und hat uns das Momentum gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht.“

Auch sein Trainer war nicht zufrieden.

„Ich bin nie zufrieden, wenn wir so schlecht spielen wie in der ersten Halbzeit. Zum Glück haben wir uns aufrappeln können, und das nehmen wir mit ins Pokalspiel“, meint Claus Nørgaard mit Hinblick auf das Pokal-Vierelfinale am Donnerstag zu Hause gegen Brøndby IF.

Die Leistung in den ersten 45 Minuten gegen OB wurmt den Trainer aber sehr.
„Wir waren schlecht am Ball, haben ohne Initiative und Bewegung gespielt. Wir haben schlecht verteidigt, ohne Aggressivität und Antizipation gespielt. Und wenn man die Räume nicht zu macht und nicht hart genug arbeitet, entstehen zwangsläufig Torchancen für den Gegner“, ärgert sich der SønderjyskE-Trainer.

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