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SønderjyskE verschafft sich gute Ausgangsposition

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Kees Luijckx freut sich über sein Freistoß-Tor. Foto: Scanpix/Frank Cilius

Die SønderjyskE-Fußballer haben sich in der ersten Runde des Europa-Playoffs eine gute Ausgangslage für das Rückspiel verschafft. Die Hellblauen hatten mit ihrem Vorhaben  Erfolg, hinten die Null zu halten und konnten Hobro IK  vor  5.011 Zuschauern in Hadersleben mit 1:0 in die Knie zwingen, dürfen sich aber am Ende ärgern, dass der Sieg nicht noch höher ausfiel. Mads Hvilsom traf in der 89. Minute nur den Pfosten.

Zum Auftakt des Europa-Playoffs standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die sich am Rande der Matchfixing-Ermittlungen wüst beschimpft hatten. Die Schlammschlacht bekam aber keine Fortsetzung auf dem grünen Rasen. Das böse Blut blieb aus. DBU hatte sogar den ranghöchsten Unparteiischen nach Hadersleben geschickt, um eine Eskalation zu verhindern. FIFA-Schiedsrichter Jakob Kehlet blieb zwar nicht ohne Fehler, leitete aber die brisante Partie souverän.

Hobro-Trainer Thomas Thomasberg hatte allerdings auch Jesper Bøge auf der Bank gelassen. Der Hobro-Verteidiger hatte in den Matchfixing-Ermittlungen eine zentrale Rolle gespielt und seinen Kumpel Mads Hvilsom schwer belastet. Weniger freiwillig war das Fehlen von Pål Alexander Kirkevold. Der Superliga-Torschützenkönig ist verletzt und fehlte an an allen Ecken und Enden.

Die Defensive sollte es für Hobro richten. Wer aber einen verhaltenen Start und ein taktisches Abtasten erwartet hatte, sah sich getäuscht. Vier dicke Torchancen hatte es bereits nach fünf Minuten gegeben, drei für SønderjyskE, eine für die Gäste. Hobro-Torwart Jesper Rask verhinderte einen frühen Rückstand, durfte sich aber auch wundern, wie sein Vordermann Amankwaa am anderen Ende die Riesenmöglichkeit zur Führung vergab.

Nach der wilden Achterbahnfahrt in den Anfangsminuten zogen beide Mannschaften aber die Handbremse an. Es wurde fortan vorsichtiger agiert. Die Angst vor dem Gegentor schien größer zu sein als die Lust, ein Risiko einzugehen.

Bis auf einen knapp verpassten Querpass von Søren Frederiksen und eine Kopfballchance auf der anderen Seite für Mads Justesen waren gefährliche Strafraumszenen bis Mitte der zweiten Halbzeit Mangelware.

Beide Mannschaften schienen auf eine Chance zu lauern, ihre Stärken bei Standardsituationen auszuspielen. Der Knoten platzte nicht unerwartet nach einem ruhenden Ball. Kees Luijckx nutzte den Stellungsfehler von Jesper Rask und zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze schön in die lange Ecke.

SønderjyskE schien mit dem Ergebnis zufrieden und wagte sich mit der 1:0-Führung im Rücken immer seltener nach vorne. Die Gäste aus Hobro machten zwar Druck, konnten aber das Tor des souveränen Sebastian Mielitz nicht ernsthaft gefährden. Das zweite Tor hätte auf der anderen Seite fallen müssen. Ein Bilderbuch-Konter über Christian „Greko“ Jakobsen landete vor die Füße von Mads Hvilsom, der mit einer Grätsche den Ball aber nur gegen den Pfosten drücken konnte.

SønderjyskE - Hobro IK (0:0) 1:0
1:0 Kees Luijckx (66.)
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann, Marc Pedersen, Kees Luijckx, Nicholas Marfelt – Søren Frederiksen (84.: Mikael Uhre), Eggert Jonsson, Marcel Rømer, Christian „Greko“ Jakobsen (93.: Simon Poulsen) – Mads Hvilsom, Simon Kroon.
Hobro: Jesper Rask – Bjørn Kopplin, Mads Justesen, Yaw-Ihle Amankwaa, Jacob Tjørnelund – Martin Mikkelsen (68.: Emmanuel Sabbi), Danny Olsen (68.: Frans Dhia Putros), Jonas Brix-Damborg, Vito Hammershøy-Mistrati, Edgar Babayan (86.: Mikkel M. Pedersen) – Quincy Antipas.
Gelbe Karten: Eggert Jonsson – Vito Hammershøy-Mistrati, Björn Kopplin.
Schiedsrichter: Jakob Kehlet.
Zuschauer: 5.011.

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