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„Wir haben Hobro plötzlich wie Barcelona aussehen lassen“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hobro
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Mads Hvilsom beim Handschlag mit seinem langjährigen Kumpel Jesper Bøge. Eine Freundschaft, die zuletzt ruhte. Foto: Scanpix/Bo Amstrup

Mads Hvilsom konnte den Einbruch seiner SønderjyskE-Mannschaft in der letzten halben Stunde gegen Hobro nicht erklären und sprach von Angst vorm Siegen.

Große Töne hatte Mads Hvilsom noch nach dem 1:0-Hinspielsieg in Hadersleben gespuckt, doch nach dem erzitterten Weiterkommen im Europa-Playoff wollte der SønderjyskE-Stürmer nicht mehr nachtreten.

„Ich habe wahrgenommen, dass ich dort nicht mehr viele Fans habe, aber das macht mich noch mehr heiß. Wir hätten 2:0 oder 3:0 gewinnen müssen, aber jetzt müssen wir eben noch einmal zeigen, dass wir besser als die sind. Ich freue mich darauf, Hobro in den Sommerurlaub zu schicken“, hatte Mads Hvilsom nach dem Hinspiel gesagt, wollte aber nach dem Schlussppfiff im Rückspiel nichts von einer Genugtuung wissen: „Wir hätten genau so sehr gejubelt, wenn es gegen OB oder AGF gewesen wäre. Wir haben in den Seilen gehangen und haben Hobro plötzlich wie Barcelona aussehen lassen. Wenn man einen so klaren Vorsprung verspielt, wird man nervös, und hätte das Spiel zehn Minuten länger gedauert, wäre Hobro weitergekommen. Wenn man es dann mit Hängen und Würgen schafft, ist das eine Erlösung. Ich bin fertig damit, über Hobro zu reden. Das Thema ist hochgeschaukelt worden.“

Der Stürmer konnte den Einbruch seiner Mannschaft in der letzten halben Stunde nicht erklären.

„Das war fürchterlich. Wir haben Angst vorm Siegen bekommen. Nach dem 2:0 haben wir nicht zwei Pässe hintereinander hinlegen können. Es wurde am Ende viel zu eng“, ärgert sich Mads Hvilsom: „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir zu Hause okay waren und hier 2:0 geführt haben, denn sonst hätte es für uns hier noch peinlich werden können. Aber man muss auch Hobro ein Lob aussprechen. Die geben nie auf. Als ich selbst noch hier gespielt habe, konnten wir einmal aus einem 0:3-Rückstand gegen Hobro einen 4:3-Sieg machen. Das ist typisch für Hobro.“

Die Saison für Hobro ist nun aber vorbei. Auf SønderjyskE wartet nun ein Duell gegen AGF. Die Hellblauen spielen am Sonnabend, 19. Mai, ab 16 Uhr in Aarhus, das Rückspiel findet am Dienstag, 22. Mai, ab 19 Uhr in Hadersleben statt.

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