Handball

Serie der SønderjyskE-Handballerinnen gerissen

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Apenrade/Aabenraa
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Hafdis Renötudottir musste die Verantwortung im SønderjyskE-Tor nach dem Ausfall von Claudia Rompen alleine Schultern. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben gegen Roskilde eine 22:24-Pleite kassiert. Dabei hinkte vor allem der Angriff den Anforderungen an eine Spitzenmannschaft in der 1. Division hinterher.

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben ihre Serie gebrochen. Nach neun Spielen ohne Niederlage hat es die Hellblauen bei der 22:24-Niederlage gegen Roskilde erwischt. Dabei zeigte sich die Defensive grundsätzlich sattelfest, die Offensive allerdings gab erheblichen Anlass zur Sorge. Darüber hinaus fehlte den Gastgeberinnen die lebenswichtigen Treffer aus dem Konter, der nicht existent war.

"Uns haben die einfachen Treffer aus dem Gegenstoß komplett gefehlt. Die Abwehr war in Ordnung und der Positionsangriff ging auch noch. Die Fülle an technischer Fehler in der zweiten Halbzeit hat uns dann schlussendlich das Genick gebrochen. Uns hat eben immer noch die Stabilität gefehlt und wir haben nicht die grandiosen Individualisten, die es dann alleine richten können", so SønderjyskE-Trainerin Olivera Kecman abgeklärt.

Das altbekannte Problem der Chancenverwertung der Hellblauen zog sich auch gegen Roskilde wie ein roter Faden furch die erste Halbzeit. Immerhin stand die Defensive sattelfest und lies nur wenig zu. In der einen Phase in der Mitte der ersten Halbzeit, wo beide Mannschaftsteile funktionierten konnte sich die Gastgeberinnen gleich absetzen. Doch die Probleme kamen wieder und die 12:9-Führung gegen keineswegs angsteinflößende Gäste zur Pause war entsprechend überschaubar.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeberinnen Kimme und Korn deutlich besser eingestellt. Wäre nicht ein wahres Festival an technischer Fehler gewesen, die Partie wäre frühzeitig für SønderjyskE in trockenen Tüchern gewesen. So aber verpasste es die Heimmannschaft den Deckel drauf zu machen und die Gäste witterten Morgenluft.

Zehn Minuten vor dem Ende war beim 18:18 wieder alles offen.

Am Ende verlor die Heimmannschaft dazu noch die Nerven und die Gäste stoppten die Serie der Heimmannschaft mit neun Spielen ohne Niederlage. Die 22:24-Pleite hat die SønderjyskE-Handballerinnen den vorderen Platz in der Tabelle nicht gekostet, die Leistung im Angriff allerdings hat Anlass zur Sorge gegeben.

SønderjyskE – Roskilde Håndbold (12:9) 22:24

SønderjyskE: Hafdis Renötudottir, Orsolya Kurucz – Celina Hehnel Hansen, Ricka Falk Gindrup, Emma Kiellberg (3/1), Sara Mitova, Pernille Johannsen (4), Helena Løjborg (2), Rikke Hoffbeck (1), Nina Bech (1), Leonora Demaj (4), Emily Baunsgaard (1), Caroline Amalie Rasmussen (6).

Roskilde Håndbold: Sif Linnemann Klemensen (1), Sandra Mittet – Olivia Black (4), Malene Nielsen (1), Jannie Havlykke, Amalie Nielsen, Emilie De Bang, Louisa Mittet (3), Simone Toftdahl-Pedersen (1), Louise Mott (4), Nanna Stormly (2), Line Werngreen Nielsen (6/2), Frederikke Lærke (1), Frederikke Lin Overgaard, Nicole Leonhardt (1), Emmely Holmboe Christiansen.

Zeitstrafen: 2:1. Siebenmeter: 1:3.

Schiedsrichter: Brian Balsgaard/Anders Krog.

Zuschauer: 610.

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