Handball

SønderjyskE-Handballer wachten viel zu spät auf

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Esbjerg
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Thorsten Fries hielt seine Mannschaft lange im Spiel. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballer lagen bei Ribe-Esbjerg nach 40 Minuten bereits mit sieben Toren Unterschied hinten und mussten eine 28:30-Niederlage bei Ribe-Esbjerg HH einstecken, nachdem sie in der Schlussminute auf 28:29 verkürzen konnten.

Die Handballer von SønderjyskE müssen sich für die bevorstehende Abstiegsrunde mit einem Bonuspunkt begnügen. Das Klettern auf den neunten oder zehnten Tabellenplatz, der einen zweiten Bonuspunkt einbringen würde, ist nach einem lange Zeit enttäuschenden Auftritt in Esbjerg nicht mehr möglich. SønderjyskE wachte zu viel spät auf, und der Tabellennachbar Ribe-Esbjerg HH konnte mit einem 30:28-Sieg vor 2.623 Zuschauern in Esbjerg den Rivalen abhängen.

„Die Plätze neun und zehn sind jetzt weg, aber das letzte Spiel gegen Mors-Thy ist keineswegs egal. Wir wollen noch Elfter werden und Skanderborg hinter uns halten, damit wir für die Abstiegsrunde im direkten Vergleich mit Skanderborg besser sind“, sagt SønderjyskE-Trainer Kasper Christensen vor dem Heimspiel am letzten Spieltag gegen Mors-Thy.

Die Hellblauen waren vom überraschenden 24:21-Heimerfolg gegen den bisherigen Tabellenführer Skjern zunächst kaum wiederzuerkennen. SønderjyskE spielte gegen Ribe-Esbjerg 40 Minuten lang ohne Zug zum Tor und ohne Qualität im Abschluss. Rasmus Lind, der in der Hinrunde noch bei der SG Flensburg-Handewitt aushalf, hatte leichtes Spiel.

Wesentlich spektakulärer waren die Aktionen von Thorsten Fries auf der anderen Seite. Der SønderjyskE-Torwart parierte 8 der ersten 16 Bälle auf sein Tor, darunter zwei Siebenmeter, und hielt seine Mannschaft im Spiel, doch nach 20 Minuten baute er wie seine Vorderleute ab. Ribe-Esbjerg setzte sich von 8:6 über ein 13:8 (26.) auf 21:14 (39.) ab.

Eine Vorentscheidung schien sich anzubahnen, doch die Partie drohte noch einmal zu kippen. Rasmus Boysen meckerte so lange über seine Zwei-Minuten-Strafe, dass er sich erst die rote und dann auch die blaue Karte einhandelte. Die Gäste witterten plötzlich ihre Chance, verkürzten auf 18:22 (44.) und neun Minuten vor Schluss sogar auf 22:24, doch zwei technische Fehler in Folge wurden teuer. Ribe-Esbjerg setzte sich wieder auf 27:22 ab und schien mit dem 29:25 anderthalb Minuten vor Schluss den Sack zugemacht zu haben.

SønderjyskE verkürzte 18 Sekunden vor Spielende noch einmal auf 28:29, musste aber den 30. Gegentreffer hinnehmen.

„Wir haben ein wenig die Aggressivität aus dem Skjern-Spiel vermissen lassen und erst spät unsere Duelle gewonnen, aber den Glauben an uns nicht verloren. Letztenendes waren wir nur eine halbe Minute von einem Punktgewinn entfernt“, so Kasper Christensen.

Ribe-Esbjerg HH - SønderjyskE (15:11) 30:28

Ribe-Esbjerg: Rasmus Schmidt Lind, Tim Winkler, Emil Tellerup – Philip Holm (1/1), Lasse Nikolajsen, Lukas Karlsson (4), Jonas Bruus Tidemand (2), Søren Tau Sørensen, Jacob Holm (8/1), Mathias Jørgensen, Rasmus Boysen (1), Miha Zvizej (5), Pelle Schilling Guldager (6), Rasmus Nielsen (1), Kasper Nielsen, Morten Nyberg (1). SønderjyskE: Thorsten Fries, Kristian Dahl Pedersen, Christian Lynggaard – Alexander Hansen (4), Simon Kristiansen (1), Nikolai Emil Keller, Claus Kjeldgaard (3), Frederik Børm (1), Christian Jensen (3), Kasper Olsen (1), Kenneth Bach Hansen, Mikkel Hansen, Adam Nyfjäll (3), Aaron Mensing (5), Chris Holm Jørgensen (2), Mikkel Kjær Møller (5/2).

Disqualifikation: Rasmus Boysen (REHH/41.) Zeitstrafen: 5:3. Siebenmeter: 5:3. Schiedsrichter: Jakob Falkenberg Hansen/Daniel Stentoft Møller. Zuschauer: 2.623.

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