Handball

SønderjyskE-Handballerinnen sichern sich Matchball im Aufstiegsdrama

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Kopenhagen
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Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben mit Glück und viel Geschick einen 23:21-Sieg bei Ajax København im ersten Spiel der Aufstiegsrelegation geholt und können am kommenden Mittwoch in eigener Halle den Ligaaufstieg durch die Hintertür perfekt machen.

Den ersten Akt im Aufstiegsschauspiel haben die SønderjyskE-Handballerinnen nach einem Drama für sich entschieden. Mit dem 23:21-Sieg haben die Hellblauen am kommenden Mittwoch den ersten Matchball im Kampf um den Aufstieg in die Liga.

"Wir haben eine unglaubliche Abwehr hingestellt und mit wirklich sehr kleiner Besetzung auch physisch gegengehalten. Ich konnte so eigentlich gar nicht verkehrt wechseln. Die Herausforderung bestand eher darin jedem ausreichend Pause zu gönnen, ohne dass es den Spielfluss stört. Dass SønderjyskE den Verbleib in der 1. Division akzeptiert hat, hat die Köpfe der Spielerinnen wirklich frei gemacht und zu einer ganz starken Leistung geführt“, so SønderjskE-Trainerin Olivera Kecman, die sich die Laune auch nicht vom Protest aufgrund einer Zeitstrafe wegen eines Wechselfehlers der Gastgeberinnen nach der Partie trüben lies.

Die spannende Frage vor dem Spiel war wie groß der Unterschied zwischen dem Letzten der Liga und dem dritten der 1. Division ist. Die deutliche Antwort nach dem ersten von insgesamt drei möglichen Akten: nicht besonders.

Mit einem fulminanten Schlussspurt konnten sich die SønderjyskE-Handballerinnen eine 12:9-Führung zur Pause sichern und auch in der zweiten Halbzeit allen Widrigkeiten trotzen.

In einer ersten Halbzeit geprägt von nervlicher Anspannung, sammelten sich doch etliche technische Fehler, zeigten die Gäste noch ihr gewohntes Niveau in der Abwehr. In der Offensive war aber doch der ein oder andere Wurm drin. Doch die vielzitierte individuelle Stärke der SønderjyskE-Handballerinnen gab den Ausschlag für die nicht unverdiente Führung zur Pause.

Zeitstrafen machte den Gästen den Auftakt in die zweite Hälfte unnötig schwer. Mit unbändigem Willen konnten sich die Hellblauen aber gegen den Ansturm der Heimmannschaft stemmen und beim 19:14 nach 45 Minuten ein gutes Polster erspielen.

Doch der kleinen Rückraumbesetzung schwanden mehr und mehr die Kräfte und zehn Minuten war der Ausgleich und die Spannung wiederhergestellt.

Mit den SønderjyskE-Tugenden stemmten sich die Hellblauen aber den Wellen der Heimmannschaft entgegen.

Mit Glück und Geschick wurde der erste Akt im Aufstiegsdrama schlussendlich mit 23:21 für sich entschieden und am kommenden Mittwoch in eigener Halle einer von zwei möglichen Matchbällen erzwungen.

"Bei uns werden bis Mittwoch sicherlich die Physiotherapeuten die größte Arbeit haben. Viel Handball wird es nicht, denn wir müssen mit den Ressourcen haushalten. Die Favoritenrolle werden wir auch deshalb ganz sicher nicht inne haben", so Kecman.

Die Partie wird am Mittwoch allerdings nicht in der neuen Arena gespielt, da diese belegt ist. Das Ausweichen in die alte Halle empfindet Olivera Kecman aber nicht als Hindernis.

"Ich bin schon etliche male in dieser Halle aufgestiegen. Vielleicht ist es ein gutes Omen für uns", so die SønderjyskE-Trainerin mit einem Augenzwinkern.

Ajax København – SønderjyskE (9:12) 21:23

Ajax København: Sara Nørklit Lønborg, Pernille Kristensen - Stine Eiberg Jørgensen (2), Katrine Kubicki Nissen, Simone Monsrud Pedersen, Cecilie Specht, Stine Nørklit Lønborg (2), Ditte Bach Andersen, Isabella Jacobsen (1), Anne Tolstrup Petersen (1), Eva Børk Davidsdottir (2), Anne Cathrine Delfs Lundbye (3), Nicoline Brøns (1), Christina Wildborck (5/3), Anna Grundtvig (2), Ida-Marie Moesgaard Dahl (2).

SønderjyskE: Claudia Rompen (1), Hafdis Renötudottir – Celina Hehnel Hansen (5), Ricka Falk Gindrup, Emma Kiellberg (2/1), Sara Mitova, Pernille Johannsen (2), Rikke Hoffbeck Petersen (3), Nina Bech (2), Leonora Demaj (4), Caroline Amalie Rasmussen (4).

Zeitstrafen: 3:4. Siebenmeter: 3:2.

Schiedsrichter: Morten Lethan Albrechtsen/Mik Trustrup.

Zuschauer: 372.

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