Handball

SønderjyskE-Handballerinnen verpassen Vorentscheidung

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Skanderborg
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Claudia Rompen hatte die Hauptaufgabe im SønderjyskE-Tor zu lösen. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben im Spiel gegen Skanderborg Håndbold eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf verpasst. Bei der 23:25-Niederlage waren es am Ende Kleinigkeiten in Abwehr und Angriff die die Partie entschieden haben. Zudem gelang es den Hellblauen weder die gefürchteten Konter anzubringen, noch Skanderborg-Spielmacherin Trine Knudsen in Griff zu bekommen.

"Hier kann man verlieren. Uns hat heute der Flow und die letzte Konsequenz im Angriff gegen einen sehr disziplinierten Gegner gefehlt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit in Überzahl die Möglichkeit uns weiter abzusetzen. Schaffen es aber trotz mehrer Möglichkeiten nicht und gehen dann mit der Moral etwas runter. Das starke Kollektiv hat heute den Ausschlag gegeben. Das ist kein Beinbruch, aber wir müssen jetzt erst einmal unsere Hausaufgaben machen und die verbliebenen sechs Spiele gewinnen. Dann werden wir sehen zu was es gereicht hat", so eine abgeklärte SønderjyskE-Trainerin Olivera Kecman.

Eine Zeitstrafe knapp vier Minuten vor Pause kam den SønderjyskE-Handballerinnen in einer phasenweise sehr nervös geführten ersten Hälfte teuer zu stehen. Dabei hatten sich die Hellblauen über eine sehr starke Abwehr und einer mehr als verlässlichen Claudia Rompen zwischen den Pfosten mühsam in das Spiel zurück gearbeitet. Der Beginn gehörte deutlich den Gastgeberinnen, die zuerst ihre Nerven in den Griff bekamen und die vielen kleinen technischen Fehler der Gäste durch Konter bestraften. Dabei mangelte es den SønderjyskE-Handballerinnen nicht einmal an Chancen, aber dafür an der nötigen Konsequenz beim nutzen derer. Dennoch waren die Gäste trotz des Fehlens der eigentlich stärksten Waffe, dem Gegenstoß, beim 9:11 zur Pause immer noch auf Tuchfühlung.

Auch der Start in der zweiten Halbzeit gehörte den Gastgeberinnen. Gerade in der Abwehr brauchten die Gäste einige Minuten, um sich zu finden. Doch erneut waren die Hellblauen in der Lage sich zu steigern, für die erste Führung der Partie brauchte es zur Mitte der zweiten Halbzeit aber eine Überzahl. Doch das Spiel endgültig drehen konnten die Gäste nicht.

Eine Phase von fünf Minuten ohne eigenen Treffer machte den Gästen das Leben schwer. Immer wieder schlichen sich kleine Fehler in das Spiel der Hellblauen und die Heimmannschaft angeführt von der überragenden Spielmacherin Trine Knudsen nutzte die sich bietenden Möglichkeiten.

SønderjyskE-Trainerin Olivera Kecman versuchte alles und hatte mit dem Spiel im sieben gegen sechs Erfolg. Den bis auf ein Tor geschmolzenen Vorsprung der Heimmannschaft holten die Hellblauen aber in der Schlussminute nicht mehr auf.

Damit haben die SønderjyskE-Handballerinnen eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg verpasst und darf sich nun in den verbliebenen sechs Spielen keinen Ausrutscher mehr erlauben, wenn der Traum vom Aufstieg nicht vorzeitig ausgeträumt sein soll.

Skanderborg Håndbold – SønderjyskE (11:9) 25:23

Skanderborg Håndbold: Emilie Jacobsen, Monika Kongsgaard – Sofie Alnor (1), Katrine Larson, Trine Knudsen (9/1), Caroline Svarre (1), Kristianna Henneberg Joensen, Marie Aamand Sørensen, Stine Kristensen, Melanie Fuglsbjerg (3), Sofia Deen (5), Kristina Sommer, Mathilde Pape (1), Sofie Hartung Sletskov, Stine Holm (2), Sidsel Mejlvang (3).

SønderjyskE: Orsolya Kurucz, Claudia Rompen – Yasmin Sieljacks, Celina Hehnel Hansen (3), Ricka Falk Gindrup, Emma Kiellberg (3/3), Sara Mitova (3), Pernille Johannsen (3), Helena Løjborg (3), Rikke Hoffbeck (1), Nina Bech (2), Leonora Demaj (4), Emily Baunsgaard, Caroline Amalie Rasmussen (1).

Zeitstrafen: 1:1. Siebenmeter: 2:3.

Schiedsrichter: Henrik Mortensen/Jesper Kirkholm Madsen.

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