Handball

"Wir müssen das innere Feuer wiederfinden"

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Apenrade/Aabenraa
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SønderjyskEs Emily Baunsgaard hatte gegen Ajax København keinen leichten Stand. Foto: Karin Riggelsen

Enttäuschung und Frust war bei den SønderjyskE-Handballerinnen ein Abbild der primären Gefühlslage nach der deutlichen 22:35-Niederlage gegen Ajax København.

Die Tränen standen SønderjyskE-Handballerinn Emily Baunsgaard nach der deftigen 22:35-Niederlage gegen Ajax København nicht nur aufgrund ihres Abschiedes bei den Hellblauen zum Saisonende in den Augen. Auch die schier unterirdische Leistung der Gastgeberinnen schlug Baunsgaard auf das Gemüt.

"Ich schwanke zwischen Enttäuschung, Ärger und Traurigkeit. Wir wussten genau, was uns gegen Ajax erwartet, und dass sie nicht noch einmal so eine Leistung wie im Hinspiel zeigen. Dennoch sind wir immer hinten dran und drohen einfach umgepustet zu werden. Das war einfach schlecht und dem Rahmen nicht würdig", so die 23-Jährige frustriert.

SønderjyskE-Trainerin Olivera Kecman legte den Finger auch unumwunden direkt in die Wunde.

"Die Abwehr im sechs gegen sechs war noch in Ordnung, aber die unglaublich vielen technischen Fehler und daraus resultierenden Gegenstoßtore haben uns früh das Genick gebrochen. Die Enttäuschung ist unglaublich groß, weil wir komplett das Spielen eingestellt haben. Vielleicht war der Erwartungsdruck einfach zu hoch", so Kecman deutlich angefressen.

Doch trotz aller Enttäuschung bleibt den Hellblauen immer noch eine Chance am kommenden Sonnabend in Kopenhagen. Ein Umstand, der in Emily Baunsgaard auch direkt die Kriegerin wieder weckt.

"Es gibt nur ein Weg hieraus. Wir werden uns zusammensetzen, tief in die Augen schauen und müssen das innere Feuer wiederfinden. Wir haben in Kopenhagen überrascht und können das auch wieder", so Baunsgaard bestimmt.

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