Handball

TM Tønder steht vor dem Neuaufbau – Martin Kærgaard kehrt zu SønderjyskE zurück

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Tondern/Tønder
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Martin Kærgaard wird TM Tønder verlassen und künftig wieder für SønderjyskE spielen. Foto: Karin Riggelsen

TMT-Trainer und Sportchef Torben Sørensen steht vor einem Scherbenhaufen und muss nach dem Abstieg aus der Liga eine neue Mannschaft formen. Sieben Spieler verlassen TM Tønder, Kreisläufer Martin Kærgaard steht vor einer Rückkehr zu SønderjyskE.

TM Tønder steht nach dem Abstieg aus der Handballliga vor dem Neuaufbau. Nicht weniger als sieben Spieler verlassen den Verein zum Saisonende.

Die Wegggänge von Oliver Nøddesbo Eggert (SønderjyskE), Kristian Stoklund (Fredericia HK) und Rune Hoyer Schrøder (Fredericia HK) standen schon seit längerer Zeit fest, doch auch Mads Thomsen, Martin Kærgaard Pedersen, Niclas Thyssen und Thomas Oesen werden künftig nicht mehr im roten TMT-Trikot spielen.

Alle sieben Handballer wurden nach der enttäuschenden 25:35-Schlappe am letzten Spieltag gegen Ribe-Esbjerg verabschiedet. Mads Thomsen beendet nach gut einem Jahrzehnt in der Liga seine Karriere, Niclas Thyssen wird künftig in Kopenhagen oder Aarhus studieren und Thomas Oesen für Zweitdivisionär Give Fremad auflaufen. Martin Kærgaard spielt auch künftig in der Liga, will aber seinen neuen Arbeitgeber noch nicht verraten.

“Ich werde zu einem dänischen Liga-Klub wechseln, kann aber erst nächste Woche sagen, um welchen es sich handelt”, sagt Martin Kærgaard.

Nach Informationen des Nordschleswigers kehrt der 23-jährige Kreisläufer allerdings zu SønderjyskE zurück. Martin Kærgaard spielte bereits drei Jahre für die Hellblauen, kam aber nur zu wenigen Einsatzminuten und wechselte im Sommer 2015 zu TM Tønder.

“Das war nicht der Abschluss, den ich mir erhofft hatte, und ich hatte mir nicht in meiner wildesten Phantasie vorgestellt, dass dieses Szenario eintreffen könnte“, so der TMT-Kreisläufer über das Debakel gegen Ribe-Esbjerg: “Gegen den Abstieg kann man aber nichts einwenden, wenn man 0:6 und 3:13 zurückliegt. Es ist schwer, Worte für das zu finden, was wir hier hingelegt habe. Ich sage vielleicht etwas, was ich nachher bereue, wenn ich nach Erklärungen suchen muss, aber in erster Linie war es unsere Nervosität. Es ist uns nicht gelungen, unter Druck unsere Leistung zu bringen. Wir konnten anfangs den Ball im Tor nicht unterbringen, und dann ist der Schockeffekt eingetreten.“

Torben Sørensen steht vor einem Scherbenhaufen und muss nach dem Abstieg eine neue Mannschaft formen, geht aber dennoch zuversichtlich an die Aufgabe heran.

"Der Zeitpunkt ist für einen Neuaufbau der richtige. Die Spieler, die aufhören, sind lange im Klub gewesen und müssen jetzt weiter", sagt der Trainer und Sportchef von TM Tønder, der schwer am Debakel am letzten Spieltag zu knabbern hatte: "Wir haben nie den schrecklichen Start überwunden, das war ein kollektiver Einbruch. Es ist schwer zu sagen, was schief gelaufen ist, aber wir waren danach ein wenig eingeschüchtert. Wir haben uns in der Vergangenheit oft aus aussichtslosen Situationen rausgekämpft, aber diesmal hat es nicht mehr gereicht. Wir waren nah dran, aber die Tabelle lügt selten. Es hat die Qualität und das Glück gefehlt. Wir stehen dort, wo wir vom Etat her auch stehen müssen, auf dem letzten Platz der Liga, aber ich finde, dass wir uns in den vergangenen Monaten nach vorne bewegt haben."

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