Handball

Eine kleine Hintertür bleibt doch noch

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Kopenhagen
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Für den Jubel über den Klassenerhalt bedarf es für die Handballer von TM Tønder noch mindestens ein Punkt. Foto: Karin Riggelsen

Die Handballer des HC Midtjylland können sich nicht vom Ligaspielbetrieb zurückziehen, das hat der dänische Handballverband (DHF) festgelegt. Doch der HCM-Vereinsvorsitzende Thomas Hintze hat noch ein mögliches Schlupfloch im Auge, das ebenfalls den direkten Abstieg für TM Tønder vermeiden könnte.

Der dänische Handballverband (DHF) hat den fortwährenden Spekulationen um einen vorzeitigen Rückzug aus dem Spielbetrieb der Liga-Handballer des HC Midtjylland ein Ende gesetzt. Da der HC Midtjylland die Lizenz für den Ligaspielbetrieb lediglich von Herning fH geliehen hat, würde bei einem Konkurs die Lizenz lediglich zurück an den verleihenden Verein gehen. Damit wäre zwar der HC Midtjylland pleite, aber der Platz in der Liga immer noch besetzt. Doch der HCM-Vorsitzende Thomas Hintze hat ein mögliches Schlupfloch in den Statuten des Handballverbandes entdeckt, das den HC Midtjylland auf den letzten Platz der Tabelle katapultieren würde. Laut Statuten würde bei einem eingesetzten Konkursverwalter der Verein mit Abzug von zwei Punkten bestraft.

„Wenn sich das so machen lässt, wäre das die beste Lösung. Wir würden damit nichts an der Punkteverteilung ändern und würden als Tabellenletzter einfach absteigen“, so Hintze gegenüber TV2. Inwieweit die Regel allerdings nur auf den Amateursport begrenzt ist, ist noch nicht gänzlich klar. Der Handballverband lässt die Sache durch Juristen überprüfen.

Das wäre gleichbedeutend damit, dass die Handballer von TM Tønder immer noch auf eine Hintertür zum Klassenerhalt hoffen können. Dennoch bleibt die sichere Lösung in den verbleibenden beiden Spielen der regulären Saison noch mindestens einen Punkt zu holen und so den direkten Abstiegsplatz zu verlassen. Mit Skjern und Ribe-Esbjerg warten dazu allerdings noch schwere Aufgaben.

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