Handball

TM Tønder will den Liga-Abstieg nicht hinnehmen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Tondern/Tønder
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Enttäuschung nach dem sportlichen Abstieg am letzten Spieltag. Foto: Karin Riggelsen

Spielen die Handballer von TM Tønder künftig doch weiter im Oberhaus? Die Verantwortlichen sehen dafür jedenfalls weiterhin Möglichkeiten – trotz des sportlichen Abstiegs.

TM Tønder ist seit mehr als einem Monat aus der Handballliga sportlich abgestiegen, hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben, in der kommenden Saison doch noch zum Oberhaus zu gehören. Die Tonderaner gehen gegen eine Entscheidung von Dansk Håndbold Forbund (DHF) in die Berufung, um sich einen Platz in den Relegationsspielen gegen entweder Randers HH oder Lemvig-Thyborøn Håndbold zu erzwingen.

„Die 888-Liga ist nicht fertig gespielt, bevor die komplette Liga-Saison durchgeführt worden ist. Der Konkurs von HC Midtjylland ist eingetroffen, bevor die Liga fertig gespielt worden ist. Nach dem Zwangsabstieg von HC Midtjylland sind wir der Ansicht, dass wir den Liga-Platz von HC Midthylland übernehmen müssen", sagt TMT-Vorsitzender Robert Okholm.

TM Tønder ist seit dem sportlichen Abstieg vom 28. März und dem Konkurs von HC Midtjylland am 23. April mit der Divisionsvereinigung und dem dänischen Handball-Verband (DHF) in ständigem Dialog gewesen und hat auf eine Entscheidung gedrängt.

"Die Entscheidung von DHF ist am 30. April gefallen, und wir haben am Dienstagabend mitgeteilt, dass wir in die Berufung gehen, da wir meinen, dass die Entscheidung falsch ist", meint Jurist Stefan Østerby-Jørgensen, Vorstandsmitglied von TM Tønder: "Die Entscheidung von DHF ist auf der Grundlage des Ligareglements getroffen worden, sie müsste aber auf der Grundlage des Reglements für Insolvenzen getroffen werden. Die beiden Reglements haben unterschiedliche Konsequenzen."

Bei Dansk Håndbold Forbund bestätigt man den Eingang des Berufungsschreibens.

"TM Tønder fasst unsere Gesetze und Reglements anders auf als wir es tun, und es ist ihr gutes Recht, dies überprüfen zu lassen. Dies wird jetzt von einer Instanz mit drei Juristen getan", sagt DHF-Turnierverantwortlicher Frank Smith zum Nordschleswiger: "Ich möchte in dieser Angelegenheit nicht ins Detail gehen, aber wir sind der Auffassung, dass unsere Reglements gut harmonieren und dass der Wettbewerb in verschiedene Phasen aufgeteilt ist. In diesem Punkt hat TM Tønder eine andere Auffassung."

Bei den Tonderanern ist man der Auffassung, dass man gute Karten in der Hand hat.

"Wir haben gute Argumente und glauben sehr dran. Es ist ganz offensichtlich, dass es Unübereinstimmigkeiten zwischen den Reglements gibt", meint Stefan Østerby-Jørgensen: "Wenn sich eine Mannschaft vor Saisonende zurückzieht, müssen alle Saisonspiele aus der Wertung gezogen werden. Dies hätte zur Folge, dass wir nicht 14. der Tabelle, sondern 13. der Tabelle wären und ein Recht auf die Teilnahme an den Playoff-Spielen gegen Randers oder Lemvig hätten."

Die Nachricht, dass TMT in die Berufung geht, ist nur wenige Stunden vor dem dritten und entscheidenden Spiel zwischen Randers und Lemvig veröffentlicht worden.

Das erste Playoff-Spiel war ursprünglich für den 10. Mai vorgesehen. Bei TM Tønder wäre man für diese Aufgabe bereit, sogar mit kompletter Mannschaft. Die Spieler stehen alle bis zum 30. Juni unter Vertrag und halten sich noch für ein Pokalspiel am 17. Mai gegen Drittdivisionär Rækker-Mølle fit.

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