Eishockey

Dänischer Viertelfinal-Traum bei der WM geplatzt

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Herning
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Foto: Scanpix/Henning Bagger

Lettland hat Dänemark bei der Eishockey-Weltmeisterschaft das Viertelfinal-Ticket vor der Nase weggeschnappt. Der WM-Gastgeber biss sich an der lettischen Defensive die Zähne aus und verlor 0:1.

Das Eismärchen im sommerlichen Dänemark ist ohne Happy-end geblieben. Die dänische Eishockey-Nationalmannschaft ist nach einer berauschenden und begeisternden Weltmeisterschaft im eigenen Land auf der Zielgeraden gestolpert und kurz vor dem großen Ziel ausgeschieden, obwohl sie mit elf Punkten so viele Zähler gesammelt haben wie nur einmal zuvor. Lettland vermasselte Dänemark den dritten Viertelfinal-Einzug der Geschichte nach 2010 und 2016.

Die 10.800 Zuschauer im ausverkauften Boxen in Herning konnten es nicht fassen, auch die Spieler schlichen mit versteinerten Mienen vom Eis. Die Dänen waren dem großen Erwartungsdruck nicht gewachsen und kassierten in einem echten Endspiel um das letzte Viertelfinal-Ticket gegen Lettland eine 0:1-Niederlage.

Der Druck wurde nur noch größer, als die Letten in der zehnten Minute die Passivität in der dänischen Hintermannschaft zum 1:0 durch Dzerins nutzte. Die Einsatzbereitschaft stimmte, aber es fehlten die Ideen, den gut gestaffelten Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Pässe kamen nicht an, alles wirkte verkrampft.

Die Dänen haben im gesamten Turnierverlauf nur zwei Tore erzielt, wenn beide Mannschaften vollzählig waren. Und die äußerst diszipliniert spielenden Letten taten den Dänen den Gefallen nur einmal, sich eine Strafzeit einzuhandeln. Zu selten wurde es vor dem lettischen Tor so richtig gefährlich. Mads Christensen traf in der 41. Minute nur die Querlatte, die Letten scheiterten im Schlussdrittel allerdings auch am Pfosten.

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