Nach Steinwürfen

Dänische Polizei will Kollegen in Schleswig-Holstein kontaktieren

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Odense
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Anschlag bei Flensburg: Der Stein hat einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern. Foto: Benjamin Nolte/shz.de

Auf Fünen starb 2016 eine deutsche Urlauberin, nachdem ein Stein auf die Autobahn geworfen wurde. Jetzt wollen die dänischen Polizisten überprüfen, ob der Vorfall mit den jüngsten Steinwürfen bei Flensburg zu tun hat

Im Grenzland haben in der vergangenen Nacht Steinwürfe dazu geführt, dass die A7 zeitweise komplett gesperrt wurde. Eine Autofahrerin wurde schwer verletzt. Laut TV2 handelt es sich dabei um eine 58-jährige Dänin, die in Dänemark arbeitet und in Flensburg lebt. Sie befindet sich dem Bericht zufolge außer Lebensgefahr.

Jetzt will die Polizei von der dänischen Insel Fünen den Kontakt mit den schleswig-holsteinischen Kollegen aufnehmen – denn 2016 hat es in der Nähe von Odense einen ganz ähnlichen Vorfall gegeben. Damals wurde eine deutsche Urlauberin in ihrem Auto durch den Steinwurf getötet.

Richardt Jakobsen von der Polizei von Fünen sagte der Nachrichtenagentur Ritzau am Mittwoch, dass es noch keinen Kontakt gegeben habe, dass dieses aber „ganz sicher“ passieren werde, „um zu hören, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt“.

Der Fall von Odense beschäftigt Polizei und Medien in Dänemark noch immer. „Wir müssen noch vieles abarbeiten“, sagt Jakobsen, „und wir sind immer noch nicht weiter gekommen“. Die Ermittlungen im dänischen Fall hängen, so Jakobsen, von Hinweisen aus der Bevölkerung ab. Eine Dose Kautabak („snus“), die am Tatort gefunden wurde, und ein gräulicher Volvo 245 Kombi sind noch immer im Fokus der Beamten. Doch noch habe es den erhofften Durchbruch nicht gegeben, sagt Jakobsen.

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