Kopenhagener Synagoge

Soldat schoss versehentlich auf Polizisten

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Ein Soldat im Wachdienst an der Kopenhagener Synagoge in der Krystalgade hat am Sonnabend versehentlich einen Polizisten angeschossen. Das bestätigt die Kopenhagener Polizei.

Ein Polizeibeamter ist von einer verirrten Kugel in der Synagoge in der Krystalgade in Kopenhagen am Arm getroffen worden. Das hat die Polizei am Abend bestätigt.

„Einer der Leute der Streitkräfte hat versehentlich einen Schuss abgegeben, der einen Beamten in der Wachstube in der Synagoge am Arm traf“, so Tasja Parize von der Kopenhagener Polizei zur Nachrichtenagentur Ritzau. Der Polizist sei weder in Lebensgefahr noch in einem kritischen Zustand, sagte sie am Abend. Er sei jedoch verletzt uns ins Krankenhaus transportiert worden.

Die Polizei ermittelt, am Freitag gegen 21 Uhr stand noch nicht fest, welche Umstände dazu geführt haben, dass sich der Schuss löste.

Auch Streitkräfte bestätigen den Vorfall

Auch die dänischen Streitkräfte bestätigten am Abend den Vorfall. „Wir können bestätigen, dass es einen Vorfall gab, wo ein Soldat versehentlich einen Schuss abgegeben hat und einen Beamten getroffen hat“, so der Chef des Einsatzstabes des Gemeinsamen Verteidigungskommandos der Streitkräfte, Kenneth Pedersen.

„Es ist natürlich eine unglückliche Situation, aber jetzt müssen wir die Untersuchung dessen, was genau geschehen ist, abwarten“, so Pedersen weiter.

Seit September 2017 hat die Polizei Gesellschaft von Soldaten bei der Bewachung der Synagoge. Die Ausstationierten Soldaten sind jeweils einem Mitglied der Polizei untergeordnet, so Reichspolizeichef Jens Henrik Højbjerg damals.

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