Streiks und Lockout abgewendet

Auch Angestellte auf staatlicher Ebene haben neuen Tarifvertrag

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Freude auch bei den Demonstranten vor der Schlichtungsinstitution. Foto: Scanpix

Am Sonnabendabend haben sich auch die Verhandlungspartner auf staatlicher Ebene geeinigt. Beide Seiten sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Auch die rund 180.000 staatlichen Angestellten haben einen neuen Tarifvertrag. Die Verhandlungspartner einigten sich am Sonnabendabend. Damit brauchen auch Gymnasiallehrer, Pastoren, Polizeibeamte und die Mitarbeiter in den Ministerien keine Angst mehr vor einer Aussperrung (Lockout) haben.

Die Absprache enthält eine Lohnsteigerung von 8,1 Prozent über drei Jahre, sichert die bezahlten Mittagspausen und entfernt die sogenannte „privatlønsværnet“, die dafür gesorgt hatte, dass die öffentlichen Löhne nicht mehr als die Privatlöhne ansteigen konnten. Auszubildende dürfen sich sogar über eine Gehaltserhöhung von bis zu 20 Prozent freuen. Laut des Gewerkschaftsblattes 3F bedeute dies für einen 3F-Lehrling bis zu 2.000 Kronen mehr im Monat – in einigen Fällen, wie zum Beispiel bei Gärtner- und Tierpflegerauszubildenden sind es sogar bis zu 3.000 Kronen mehr.

Die Verhandlungsführerin der staatlichen Seite, Innovationsministerin Sophie Løhde (Venstre), spricht von einer guten Absprache, in der sich beide Seiten wiedererkennen können. Auch Fleming Vinther, der Vertreter der Angestellten, ist zufrieden: „Es ist eine sehr ausbalancierte Einigung“, so Vinther zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Einigung auf staatlicher Ebene war die letzte, die noch ausstand. Am Mittwoch gab es erste Erfolge im regionalen Bereich, als die Gewerkschaft LO den vorgelegten Tarifvertrag unterzeichnet hatte. Am Freitag wurde dann ein Abschluss für die 500.000 Angestellten in den Kommunen erzielt und in der Nacht zu Sonnabend unterzeichneten dann auch die letzten Partner auf regionaler Ebene die Vereinbarung.

Bis zum 1. Mai hätten alle Parteien zeigt gehabt, sich zu einigen. Danach wäre die Deadline abgelaufen und Streiks und Aussperrungen wären immer wahrscheinlicher geworden.

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