Tarifstreit

Großer Andrang bei Gewerkschaften

hm/Ritzau
Kopenhagen
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Anders Bondo Christensen vor der Schlichtungsstelle am vergangenen Sonnabend Foto: Jens Nørgaard Larsen/Ritzau Scanpix

Der Arbeitskampf hat die Gewerkschaften in den Fokus gebracht. Und das war nicht zu deren Nachteil.

In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Gewerkschaftsmitlieder in Dänemark gestiegen. Laut Danmarks Radio ist dies eine Folge der großen Aufmerksamkeit, die die Gewerkschaften im Zuge des erst kürzlich beigelegten Arbeitskampfes erhielten. Sowohl FO als auch HK und DJØF melden Neuzugänge.

Landesweit sind es bei FOA 3.000 neue Mitglieder. „Ungewöhnlich“ und „markant“ nennt Michael Hæstrup, Chef des FOA-Führungsbüros, diese Entwicklung. Ihm zufolge muss die Gewerkschaft normalerweise einen Verlust von 1.800 bis 2.000 Mitliedern jährlich hinnehmen. Ein Teil davon werde durch Neuzugänge wieder aufgefangen.

Im Hinblick auf die große Zahl von Eintritten sagte Hæstrup dem Sender, die Menschen hätten verstanden, wie wichtig die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft sei, die eine Vereinbarung mit der Arbeitgeberseite hat. Die Gewerkschaft HK kann sich über 3500 neue Mitglieder in den ersten drei Monaten freuen – eine Steigerung von 5,3 Prozent. Eine vergleichbare Tendenz macht auch DJØF aus. Landesweit sind es hier 1.030 neue Mitglieder im ersten Quartal.

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