Gesundheitswesen

Wartezeiten für Krebspatienten sinken – aber nicht für alle

dodo
Kopenhagen
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Viele müssen zu lange warten, bis ihre Krebsbehandlung beginnt. Foto: dpa

Insbesondere Patienten mit Blasen- oder Nierenkrebs müssen immer noch zu lange auf ihre Behandlung warten – manche sogar mehr als 16 Tage. Die Krebshilfeorganisation Kræftens Bekæmpelse übt scharfe Kritik.

Insgesamt gesehen ist es den Krankenhäusern in Dänemark zuletzt gelungen, die Wartezeit für Krebspatienten zu senken. Auf die verschiedenen Krebsarten geschaut, sieht das Bild allerdings schlechter aus. Das zeigt eine neue Untersuchung der Gesundheitsbehörde.

Demnach werden Krebspatienten generell schneller behandelt, doch einige Patienten müssen noch immer lange warten. Dazu gehören unter anderem Blasenkrebs-Patienten. 284 von ihnen mussten 2016 länger warten, als medizinisch vertretbar war, 161 sogar 16 Tage und mehr.

Bei Nierenkrebs-Patienten waren es im selben Jahr 183, die warten mussten, 103 von ihnen 16 Tage oder mehr.

Die dänische Krebshilfeorganisation Kræftens Bekæmpelse übt scharfe Kritik.

„Wir haben oft gehört, dass die Frist um einen oder zwei Tage überschritten wurde. Doch die Untersuchung zeigt, dass es oft mehr Tage sind. Das ist vollkommen unakzeptabel, dass so viele Patienten mehr als 16 Tage warten müssen. Wir wissen ja, dass der Krebs in dieser Zeit noch weiter voranschreitet“, sagt Leif Vestergaard Pedersen, Direktor von Kræftens Bekæmpelse, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Gesundheitsbehörde hingegen freut sich über die Entwicklung „Wir sind sehr zufrieden, dass die Analyse uns zeigt, dass insgesamt gesehen die Wartezeit für Krebspatienten gesunken ist“, so Abteilungsleiterin Janet Samuel.

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