Unabhängiges Katalonien

Puigdemont spricht an der Uni Kopenhagen

Ritzau/dpa/swa
Kopenhagen
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Puigdemont bei der Landung in Kopenhagen Foto: Scanpix

Es ist die erste Auslandsreise des katalanischen Separatistenführers, seit er in Belgien im Exil lebt. Er kündigte an, auch weiterhin eine eigene Regierung in Barcelona gründen zu wollen.

Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont hat sich am Montagnachmittag an der Kopenhagener Uni den Fragen von Politikwissenschaftlern und Studenten gestellt. Über 40 Medienteams aus ganz Europa hatten vor und in der der Uni Position bezogen, um über das Ereignis zu berichten. Es war die erste Auslandsreise von Puigdemont, seit er in Belgien im Exil lebt.

Der Anführer der Separatisten in der spanischen Provinz Katalonien kündigte an, weiterhin eine eigene Regierung in Barcelona gründen zu wollen. Auf die Frage, wann er nach Spanien zurückkehren wolle, sagte er: „Wir haben eine sehr spannende Diskussion.

Wenn ich jetzt etwas über die Entwicklungen in Katalonien sage, wird nichts, worüber wir gerade gesprochen haben, in den Medien erscheinen. Aus Respekt vor der Universität und den Studenten will ich dazu erst morgen etwas sagen“, so Puigdemont am Montag.

Morgen besucht Puigdemont das Folketing. Nach einer Volksabstimmung hatten die Separatisten im Oktober angekündigt, Katalonien in die Unabhängigkeit zu führen. Die spanische Regierung in Madrid hatte die katalanische Autonomieregierung daraufhin abgesetzt.

Puigdemont ist derweil gegen den Widerstand der Zentralregierung in Madrid erneut zum Kandidaten für das Amt des Regionalpräsidenten von Katalonien ernannt worden. Der nach Brüssel geflohene Politiker sei der „einzige Anwärter“ für den Posten. Das teilte der neue katalanische Parlamentspräsident Roger Torrent von der separatistischen Partei ERC mit. Allerdings wird sich das im Falle Puigdemonts schwierig gestalten, da ihm bei einer Rückkehr nach Spanien die sofortige Festnahme droht.

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