Recht

Geschwindigkeitsschilder an Baustelle waren in Ordnung

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Luigi Manga/Unsplash

Auch in zweiter Instanz haben mehrere Autofahrer nicht Recht bekommen: Sie müssen sich mit Bußgeldern und Führerscheinentzügen abfinden. Das Urteil betrifft Tausende Autofahrer.

Am Montag sind mehrere Autofahrer vor dem Östlichen Landgericht wegen zu schnellen Fahrens verurteilt worden. Damit bestätigte das Gericht das Urteil des Stadtgerichtes in Lyngby aus erster Instanz.

Die Autofahrer hatten geklagt, weil sie der Auffassung waren, das Geschwindigkeitsschilder an einer Baustelle nicht eindeutig zu erkennen waren. Stimmt nicht, so das Gericht. Die Schilder waren in Ordnung. Damit stehen die Kläger und zahlreiche weitere Autofahrer, die ebenfalls betroffen sind, vor teils empfindlichen Strafen dafür, an Baustellen an der Umgehungsstraße in Lyngby und auf der Helsingør-Autobahn im Frühjahr und Sommer 2015 teils deutlich zu schnell gefahren zu sein.

Auf den Schildern waren 50 Km/h als Höchstgeschwindigkeit angegeben. Alleine auf der Umgehungsstraße wurden nicht weniger als 5.000 Autofahrer geblitzt. Die Bußgelder betragen in den am Montag verhandelten Fällen 4.000 bzw. 6.000 Kronen und einen Führerscheinentzug auf Bewährung. Eine der Betroffenen fuhr 84 Km/h. Sie fahre normalerweise verantwortungsbewusst und folge den Verkehrsschildern, sagte sie vor Gericht.

Auf der Autobahn war die Polizei eingeschritten, nachdem der Bauunternehmer sich über rasende Autofahrer und die dadurch entstehende Gefahr für seine Angestellten beschwert hatte. Innerhalb von zehn Stunden wurden 2.551 Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit registriert, rund 16.000 wurden hingegen nicht geblitzt.

Ein Polizist, der im Januar 2017 vernommen wurde, hatte gesagt: „Ganz egal, wie viele Schilder wir aufgestellt haben, prozentual waren es immer gleich viele, die zu schnell fuhren.“

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