Kompakt am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Anders Kühnau, Chefverhandler der Arbeitgeberseite der Regionen, erklärt die Tarifverhandlungen auf regionaler Ebene für beendet. Foto: Scanpix

Erste Einigung bei den Tarifverhandlungen und Forscher die Hilfe brauchen: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Nordjüte nach Schüssen auf Asylcenter in U-Haft

Nach Schüssen auf ein Asylcenter in Hjørring in Nordjütland am Dienstag ist gegen den Tatverdächtigen am Mittwoch Untersuchungshaft angeordnet worden. Um halb drei Uhr nachts war laut Polizei mit einer Schrotflinte auf ein Fenster der Unterkunft geschossen worden. Am Dienstagvormittag nahmen Beamte einen Tatverdächtigen in Brovst fest. Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter und zum Motiv der Tat wollte die Polizei noch nicht machen. Der Haftprüfungstermin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Sydbank rettet Quartal mit Millionenverkauf

Niedrige Zinsen und verhaltene Finanzmärkte: Das Ergebnis der Sydbank fiel in den ersten drei Monaten des Jahres mäßig aus. Dennoch kann sich die Bank behaupten, da sie an Aktienverkäufen gut verdient hat.

Regierung will das Heizen mit Elektroheizungen günstiger machen

Die dänische Regierung plant die Abgaben für Elektroheizungen, um rund 15 Øre pro Kilowattstunde zu senken. Der Vorschlag geht mit in die Energieabsprache der Regierung ein, sagt Steuerminister Karsten Lauritzen (Venstre). „Das ist gesunder Menschenverstand. Unsere hohen Steuern auf Elektroheizungen und normalen Strom sind ein Bremsklotz für die grüne Umstellung“, so der Minister am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Ritzau. Derzeit haben rund 120.000 Haushalte Elektroheizungen. Für ein Haus mit 140 Quadratmetern bedeutet der Vorschlag der Regierung jährliche Einsparnisse von rund 2.850 Kronen. Bei einem Haus dieser Größe mit Wärmepumpe sparen Bürger rund 1.400 Kronen. 60.000 Haushalte in Dänemark nutzen derzeit Wärmepumpen.

Lebenslänglich für Peter Madsen

Das Kopenhagener Stadtgericht hat den Erfinder und U-Boot-Kapitän Peter Madsen des Mordes an Kim Wall für schuldig befunden und ihn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Mit diesem Strafmaß kann Madsen frühestens nach zwölf Jahren Gefängnis freikommen. Der Verurteilte will in Berufung gehen.

Großen Parteien bleiben trotz Stimmenverlusts stärkste Kräfte auf Grönland

Die beiden größten Parteien Grönlands haben bei der Wahl am Dienstag mächtig Stimmen eingebüßt. Die Regierungsparteien Siumut und Inuit Ataqatigiit (IA) verloren mehr als jeden fünften Wähler im Vergleich zur Wahl von 2014. Sie haben trotzdem weiterhin genug Mandate, (neun und acht) um auch weiterhin die Regierung im 31-köpfigen Parlament zu bilden. Die größten Gewinner sind die Demokraten, die auf sechs Mandate kletterten. Premierminister bleibt Kim Kielsen von Siumut.

Forscher benötigen Bürgerhilfe beim Insektensammeln

Ein neues Projekt des Staatlichen Naturhistorischen Museums will untersuchen, wie viele Insekten es noch in Dänemark gibt und wo sie leben bzw. zurückgehen. Dafür benötigen die Forscher die Hilfe der Bürger. Sie sollen Insekten sammeln, und den Forschern zuschicken. Das Projekt trägt den Namen „Insektmobilen“. Die Initiatoren hoffen auf mindestens 300 Freiwillige, die sich auf insektmobilen.dk für die Aktion anmelden.

LO stimmt zu: Tarifverhandlungen auf regionaler Ebene für beendet erklärt

Bewegung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst auf regionaler Ebene: Anders Kühnau, der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite im regionalen Bereich, hat die Verhandlungen auf regionaler Ebene für beendet erklärt. Die Gewerkschaft LO hatte in der Nacht auf Mittwoch dem vorliegenden Vertrag zugestimmt. Dieser beinhaltet unter anderem einen Lohnsteigerungsrahmen von 8,1 Prozent über drei Jahre und eine Vereinbarung, dass die Lohnentwicklung annähernd parallel zum privaten Arbeitsmarkt verläuft.

Die Gewerkschaften FTF und Akademikerne haben dem Tarifvertrag hingegen nicht zugestimmt. Aus Sicht von Kühnau wird es aber trotzdem keine weiteren Verhandlungen geben. „Entweder die übrigen Parteien akzeptieren ebenfalls den Vertrag, der mit LO geschlossen wurde oder es wird einen Konflikt geben“, so Anders Kühnau zur Nachrichtenagentur Ritzau. Grete Christensen, Verhandlungsführerin der Arbeitnehmerseite im regionalen Bereich, ist überrascht über den Schritt von LO. Man habe sich abgesprochen und war einstimmig der Meinung, dass man gemeinsam in die Verhandlungen hinein- und wieder herausgehen werde, so Christensen

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