Autohandel

Trotz Einbruchs: 2017 bisher mehr Autos verkauft als im Vorjahr

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Alex Holyoake/Unsplash

Noch immer steht nicht fest, wie die Zulassungssteuer für Autos künftig aussehen soll. Der Verkauf ist eingebrochen. Dennoch sind 2017 insgesamt mehr Autos verkauft worden als im Vorjahr.

Seit Wochen warnen die dänischen Autohändler davor, dass Entlassungen ins Haus stehen, wenn nicht bald verlässliche Aussagen zur neuen Zulassungssteuer gemacht werden. Der Verkauf von Autos ist eingebrochen, weil die Kunden auf günstigere Zeiten warten. Doch insgesamt sind 2017 mehr Autos verkauft worden als im Vorjahr, berichtet Radio24syv auf Grundlage von Zahlen des Autohändler-Verbandes De Danske Bilimportører.

Im Zeitraum 1. Januar bis 16. September sind in Dänemark 159.169 Autos zugelassen worden. Im gleichen Zeitraum 2016 waren es 158.551 Wagen. Dennoch hat der Verband Autobranchen Danmark just am 16. September Anzeigen in dänischen Tageszeitungen geschaltet, in denen Entlassungen angekündigt wurden, sollte nicht bald eine Einigung zur Senkung der Zulassungssteuer kommen.

„Ab übermorgen wird das Arbeitsplätze kosten“, war dort unter anderem zu lesen. Zudem wurden die Politiker dazu aufgefordert ihre „Arbeit zu machen“, damit „Mechaniker. Autolackierer und Autoverkäufer ihre Arbeit behalten können“.

Doch weshalb soll die Krise die Branche so hart treffen, wenn zuvor mehr Autos denn je verkauft wurden? Eine tiefer gehende Erklärung dazu gibt es seitens der Autobranche nicht – nur so viel: Der Autoverkauf sei seit der Bekanntgabe der Regierung, die Zulassungssteuer ändern zu wollen, um 40 Prozent eingebrochen, sagt Frank Korsholm von Autobranchen Danmark zu Radio24syv.

Die politischen Verhandlungen um die Zulassungssteuer gehen derweil in die vierte Woche. Die Regierung will die Abgaben auf 100 Prozent reduzieren, während die Dänische Volkspartei die Abgaben an die Sicherheit und die Umweltverträglichkeit des Autos binden will.

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