Kriminalität

Junge Steinewerfer sind wieder auf freiem Fuß

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Auf der Strecke Apenrade-Sonderburg sind in den vergangenen Tagen etliche Buswartehäuschen zerstört worden. Auch diese Taten gehen vermutlich auf die jungen Menschen aus Rothenkrug und Apenrade zurück. Foto: Silvia Hummel Tarp

Der 15-jährige Haupttäter handelte sich beim Verhör noch eine Anzeige wegen Beleidigung ein. Die Gruppe soll hinter den meisten Vorfällen im Raum Nordschleswig stecken. Weitere mögliche Mittäter im Visier der Polizei.

Aufgrund ihres jungen Alters sind die zwei 15-jährigen Jungen und ihre 19-jährige Komplizin aus dem Raum Apenrade-Rothenkrug, die hinter den allermeisten eingeschlagenen bzw. eingeschossenen Fensterscheiben von Autos und Gebäuden im Raum Apenrade, Sonderburg und Hadersleben stecken, nach den Verhören wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das teilt Jens Peter Rudbeck von der Polizei mit.

Allerdings hat der Haupttäter, einer der 15-Jährigen, sich während des Verhörs noch eine zusätzliche Anzeige wegen der Beleidigung von Polizeibeamten eingehandelt. „Da sie so jung und daher auch noch nicht straffällig geworden sind, übergeben wir sie den Sozialbehörden“, fügt der Polizeisprecher erläuternd hinzu. Eine Untersuchungshaft war in diesem Fall daher keine Option.

Auch wenn das Trio auf freiem Fuß ist, ist es nicht aus dem Schneider. Ermittelt wird weiter. Ziemlich wahrscheinlich hat das Trio nicht allein die vielen Fensterscheiben auf dem Gewissen. Es gibt allem Anschein nach Mittäter. Zumindest hat die Polizei nach Angaben von Rudbeck weitere Jugendliche auf dem Kieker. „Da sie aber noch unter 15 Jahre sind, werden diese Gespräche in Zusammenarbeit mit den Sozialbehörden geführt werden müssen“, teilt der Polizeisprecher mit.

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