Deutsche Minderheit

Hochwürden flüchtete in Apenrade

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Rainer Naujeck
Brüllmeier (alias Hans David, Mitte) ist scheinbar tot. Der Pfarrer (Rainer Naujeck, l. ) und sein Messner (Niels Albert Hansen, r.) sind darüber nicht wirklich traurig. Foto: Karin Riggelsen

Das Publikum hat sich bei der Aufführung der Krimikomödie der Laienspieler vom BDN Fördekreis am Freitagabend in der Aula der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA) köstlich amüsiert.

Schon die Tatsache, dass der DPA-Konrektor, Rainer Naujeck, an seiner beruflichen Wirkungsstätte für das Stück „Hochwürden auf der Flucht“ in das Gewand eines Pfarrers schlüpft, birgt in sich schon ganz viel Komik.

Naujeck ist als Pfarrer einer kleinen Gemeinde der Verzweiflung nahe. Seit Hermann Brüllmeier zum Kirchengemeinderatsvorsitzenden gewählt wurde, ist nichts wie es mal war: Brüllmeier will die Predigten bestimmen. Der Messner darf sich kaum noch um die geliebten Ziegen kümmern und die Haushälterin darf ihre Unterwäsche nicht mehr neben die des Pfarrers auf die Leine hängen – wegen des Zölibats.

Eines Tages wird Brüllmeiers „Leiche“ in der Sakristei gefunden. Traurig ist darüber niemand. Der Pfarrer weigert sich sogar, die scheinbare Tatsache zur Kenntnis zu nehmen. – Kurz zusammengefasst: Die Krimikomödie in drei Akten an sich bietet viele Verwirrungen und viele Gründe zum Lachen.

Man merkte Naujeck und Co. anfangs an, dass sie das Stück zuletzt vor einigen Wochen aufgeführt hatten, doch mit dem Spielverlauf kehrte zunehmend die Textsicherheit zurück. Das Publikum nahm die Hänger nicht krumm. Im Gegenteil, das gab dem Ganzen eine zusätzliche Würze.

Außer dem erwähnten Rainer Naujeck besteht die Laienspielgruppe des Fördekreises aus Swenja Hansen, Monika Wichern, Hans David, Heidi Schmidt Degermann, Claudius Schultz, Inken Knutzen und Niels Albert Hansen sowie Souffleuse Jessica Wichern.

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