Sonderbeauftragter der Region

Jensen: Grenz-Zusammenarbeit ist befördert worden

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Preben Jensen sieht keinen Nachteil darin, dass der Ausschuss für deutsch-dänische Zusammenarbeit abgeschafft wurde – im Gegenteil. Er will sich auch dafür einsetzen, dass jüngere Generationen bald das Ruder übernehmen.

Apenrade/Aabenraa Der Sonderbeauftragte für deutsch-dänische Zusammenarbeit der Region Süddänemark, Preben Jensen (V), meint, dass das Grenzüberschreitende vom neuen Regionsrat quasi befördert worden ist.

Trotz der Abschaffung des Fachausschusses für deutsche-dänische Zusammenarbeit, der in den letzen vier Jahren zuständig war, sei die Verlagerung des Ressorts in den Ausschuss für regionale Entwicklung eine politische Aufwertung, weil die Grenz-Zusammenarbeit nun in dem auch für internationale Zusammenarbeit zuständigen Gremium beheimatet sei, wo er zudem Vize ist.

„Der Regionsrat hat damit ein klares Signal gesandt, dass man den Bereich stärken will“, so Preben Jensen gestern, als er im Zuge eines Termins in Apenrade beim Nordschleswiger vorbei schaute.
Auf die Frage, warum der Regionsrat gerade einen 70-Jährigen für diesen Posten benennt, antwortet der frühere Billunder Bürgermeister laut lachend: „Weil das ein erfahrener Politiker sein sollte, der sich mit diesem Bereich schon lange befasst hat. Ich saß unter anderem jahrelang im Interreg-Ausschuss – übrigens zusammen mit Siegfried Matlok.

Boost für die Zusammenarbeit

Wir boosten nun die deutsch-dänische Zusammenarbeit, und ich bin davon überzeugt, dass wir mehr bewegen können. Aber richtig ist: Es sind nicht die 60+, die das zukünftig weiterbringen sollen, sondern die nächste Generation.

Wir brauchen einen verstärkten Kulturaustausch und mehr grenzüberschreitende Ausbildung. Wir müssen mehr junge Leute in den deutsch-dänischen Kulturausschuss haben etc. Ich will gerne etwas bewegen, aber die alten Köpfe sollen nicht die Säulen sein, sondern die jungen. Dafür will ich mich einsetzen.“

Jensen meint, dass man mit den aktuellen Strukturen durchaus die Werkzeuge zur Verfügung hat, um mehr und konkret im deutsch-dänischen Grenzraum zu powern – mit frischem und auch mit jungem Blut. Privat kann er auch einen Beitrag leisten, indem er seine sechs Enkelkinder einstimmt auf mehr Deutsch – sprachlich und kulturell.

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