Soziales

Mehr pflegende Hände am Abend und in der Nacht

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Ute Levisen (Modellfoto)

Mit den sechs Millionen Kronen aus dem Sondertopf des Finanzhaushalts wird der Personalschlüssel aufgestockt.

In den späten Abendstunden und in der Nacht sollen künftig mehr pflegende Hände zur Verfügung stehen. So will der Ausschuss für Soziales und Gesundheit in Apenrade die 6 Millionen Kronen verwenden, die ihnen die Regierung im Zuge ihrer Haushaltsabsprache für mehr Würde in der Altenbetreuung zur Verfügung gestellt hat.

3,2 Millionen Kronen sollen die kommunalen Pflegeheime erhalten. Dafür können sie 10.744 Arbeitsstunden „einkaufen“. Das entspricht 7,45 Vollzeitstellen.
Die Heimpflege erhält entsprechend 2,6 Millionen Kronen dazu. Das würden 4.086 zusätzliche Arbeitsstunden bedeuten. Das entspricht 5,76 Vollzeitstellen oder umgerechnet drei zusätzliche Abendrouten.

Dokumentation notwendig

Nach Adam Riese bleiben 200.000 Kronen übrig, die allerdings für Verwaltungsarbeit und Ähnliches verwendet werden müssen.

Die Kommunen müssen schließlich später dokumentieren können, dass sie die zweckgebundenen Mittel dem Vorhaben entsprechend auch verwendet haben.

Stundenzahl der Teilzeitkräfte aufstocken

„Wo es machbar ist und gewünscht wird, würden wir gern die Stundenzahl der Mitarbeiter in Teilzeit aufstocken“, fügt der Ausschussvorsitzende Karsten Meyer Olesen (Sozialdemokraten) erläuternd hinzu. „Es wird aber niemand gezwungen, mehr Stunden zu arbeiten“, betont er.

Der Ausschuss hat entschieden, dass dieser Plan nicht nur dem Seniorenrat, sondern auch in den Mitarbeiterräten im Pflegesektor zur Stellungnahme vorgelegt wird, auch wenn das die Richtlinien nicht vorsehen. „Es kann ja aber nicht schaden, die Leute zu befragen, die sich mit der Materie auskennen“, formuliert es der stellvertretende Ausschussvorsitzende Bent Sørensen (Venstre).

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