Militärorchester und Spielmannszüge

Tattoo 2018 in abgespeckter Form

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Das Tambourcorps der dänischen Seestreitkräfte gehört zu den festen Größen des Apenrader Tattoos. Foto: Karin Riggelsen

Das Konzept soll aus finanzieller Sicht komplett überdacht werden. In diesem Jahr findet kein Zapfenstreich am Schloss Brundlund statt.

Das traditionelle Tattoo am Schloss Brundlund im Rahmen des Apenrader Ringreitens am ersten Juliwochenende wird in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden. Das geneigte Publikum wird sich auf eine deutlich abgespeckte Version des Stelldicheins internationaler Militärorchester und Spielmannszüge einstellen müssen.

Das Apenrader Ringreiten muss zwar keinen Gewinn erwirtschaften, sollte aber gerne mit einer schwarzen Null abschließen. Das große Stadtfest wies aber im vergangenen Jahr ein Minus von rund 185.000 Kronen auf. Ganz schwer belastete das traditionelle Tattoo am Schloss Brundlund dabei die Finanzen.

In früheren Jahren konnten die teilnehmende Orchester zu relativ günstigen Konditionen nach Apenrade gelockt werden. Doch die Bedingungen haben sich geändert. Heute kommt der Veranstalter komplett für Hin- und Rücktransport und Unterbringung und Verpflegung auf – und hier sind die Ansprüche ebenfalls gestiegen. Im vergangenen Jahr schlug dieser Haushaltsposten allein mit knapp 440.000 Kronen ein heftiges Loch in die Kasse.

Gesundungs- und Denkpause

Das Ringreiterkomitee hat sich deshalb für dieses Jahr eine Gesundungs- und Denkpause auferlegt. Es wird eine Art Tattoo stattfinden, allerdings in deutlich abgespeckter Form und nicht im Schlosspark.

Überlegt wird, die Veranstaltung entweder gemeinsam mit der Apenrader Arena dort am Freitag oder Sonnabend stattfinden zu lassen oder am Sonntag im großen Festzelt durchzuführen. Das Komitee ist mit diesem Konzept beim Kultur- und Freizeitausschuss vorstellig geworden und hat dennoch für das Jahr 2018 die Zusage erhalten, dass die Kommune auch das abgespeckte Tattoo mit 75.000 Kronen bezuschusst. Wie es aber in den kommenden Jahren aussehen wird, soll erst entschieden werden, wenn das Ringreiterkomitee das Konzept für 2019 vorlegt.

Ringreitervorsitzender Hans Jørgen Jessen geht ganz klar davon aus, dass die Militärorchester sich im Jahr 2019 wieder ein Stelldichein im Brundlunder Schlosspark geben werden.

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