„Danmark har talent“

Zwei Brüder sind in den Liveshows

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Christoffer und Jonathan Eskjær Aagaard Breitenkamp
Christoffer und Jonathan Eskjær Aagaard Breitenkamp wollen ganz Dänemark zeigen, dass sie ganz viel Talent haben. Foto: Karin Riggelsen

Jonathan und Christoffer Eskjær Aagaard Breitenkamp trennen zehn Jahre, die Liebe zum Tanz vereint sie jedoch.

Ihren Tanzstil bezeichnen die Brüder Jonathan und Christoffer Eskjær Aagaard Breitenkamp als „unterhaltenden Hip-Hop“. Für den Fototermin mit dem Nordschleswiger mussten sie allerdings ihre „Street Credibility“ – die Glaubwürdigkeit – unter Beweis stellen. Bei Eiseskälte und heftigem Oststurm erfüllten die beiden jungen Männer die Wünsche der erbarmungslosen Fotografin.

Allerdings wollen die beiden ja auch etwas erreichen: Sie haben sich bei dem Fernseh-Talentwettbewerb „Danmark har talent“ mit ihrer Tanzperformance für die Liveshows qualifiziert. „Da sind wir von den Stimmen des Publikums abhängig und haben feststellen müssen, dass wir in Sachen Öffentlichkeitsarbeit hinterherhinken. Unsere Konkurrenz hat auf diesem Gebiet viel mehr gemacht. Wir müssen jetzt nachziehen“, sagt Christoffer.

Zehn Jahre Altersunterschied

Er ist mit 26 Jahren der ältere der beiden Eskjær-Brüder. Anfang April wird er übrigens 27. Er ist damit rund zehn Jahre älter als sein 17-jähriger Bruder Jonathan. Die Liebe zum Tanz vereint sie allerdings. Monatelang haben sie für ihren Auftritt bei dem Talentwettbewerb trainiert und hatten für das Casting schon ein tolles Programm erarbeitet, das die Juroren überzeugte.

Für die Liveshows arbeiten die Brüder jetzt an einem neuen Programm. Mutter Jette bestätigt ihren beiden Söhnen unglaublichen Trainingsfleiß. „Sie trainieren wie irre“, stellt sie lachend fest. Sie und ihr Mann unterstützen die Söhne wie und wo es nur geht. Sie fahren Anfang April auch mit zu den Liveshows nach Kopenhagen. Am 5. April fangen dort die Proben an, und am 7. April findet dann die Live-Show statt.

Trainer und Bruder in einer Person

„Natürlich sind wir uns nicht immer einig. In der Regel finden wir eine Lösung. Und wenn nicht, dann hat Christoffer meist das letzte Wort. Er ist der Ältere – und das kommt noch hinzu: auch mein Trainer“, sagt der 17-jährige IBC-Schüler Jonathan. Christoffer trainiert nicht nur den eigenen Bruder, sondern ist bei der Apenrader Tanzschule AB Dance als Tanzlehrer tätig – nebenberuflich. Hauptberuflich ist er nämlich pädagogischer Mitarbeiter an der Behinderteneinrichtung „Fjordskolen“.

Die beiden tanzen schon von Kindesbeinen an. Vor einigen Jahren führte der Nordschleswiger schon einmal ein Interview mit den beiden Hip-Hoppern aus Apenrade. Kurz vor den Weltmeisterschaften hatte sich Jonathan damals den Arm gebrochen – beim Karate. Er hat sich enorm verändert: Jonathan trägt keinen Gips mehr und ist seitdem mindestens 30 Zentimeter gewachsen. „Ich bin jetzt der Kleinere von uns“, stellt Christoffer fest und schaut seinen kleinen Bruder von unten an und lacht.

Jonathan spielt bei seinem Gardemaß, kein Wunder, jetzt auch Basketball und hat erst während eines Nachschulaufenthalts die Liebe (und das Talent) zur Springgymnastik entdeckt. Das alles ist nun aber ein wenig hintenangestellt: Jetzt gilt es, ganz Fernseh-Dänemark zu beweisen, dass die beiden talentiertensten Tänzer aus Apenrade kommen.

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