Grenzziehung

Flensburg bereitet 2020 vor

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Flensburg
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Foto: DN Archiv

Das Jahr 2020 rückt näher. Unter anderem mit zwei Ausstellungen wird die Stadt südlich der Grenze an die Volksabstimmung 1920 erinnern.

Arbeitsgruppe, Projektleiterin, Ausstellungen in der Stadt: Flensburg bereitet sich umfassend auf die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung zum Grenzverlauf vor.
Zwar liegt die Federführung beim Land Schleswig-Holstein, dennoch geht die Stadt auch mit eigenen Schritten dem Jubiläumsjahr entgegen. Die Schaltzentrale der Aktivitäten ist eine mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung besetzte „Arbeitsgruppe 2020“, welche die Arbeit bereits aufgenommen hat. Die Gruppe soll die vorgesehenen Aktivitäten koordinieren.

Wie die Stadt in dieser Woche mitteilte, sind zwei stadtgeschichtliche Ausstellungen geplant, die sich des Themas annehmen. Es handelt sich um eine virtuelle Ausstellung, für die eine mobile App und eine Website programmiert werden sollen. Nach erfolgter Ausschreibung erfolgt die Vergabe zur Umsetzung in der nächsten Woche, sodass mit einem planmäßigen Ausstellungsstart im November 2018 gerechnet wird.

Parallel wird eine Sonderausstellung geplant, die auf dem Museumsberg und an anderen Orten im Stadtgebiet zu sehen sein wird und über die der Flensburg-
Besucher quasi stolpert. Auch hier laufen die Vorbereitungen nach Plan. Die Eröffnung ist für den 14. März 2020 vorgesehen, den Jahrestag, an dem in Flensburg über den Grenzver-
lauf abstimmt worden ist. Die Ausarbeitung der Themen und Inhalte beider Ausstellungsformen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat. Damit die Pläne bis 2020 in die Tat umgesetzt werden können, hat die Stadt eine Projektmitarbeiterin eingestellt.

„Hiermit soll die Grenzregion als gemeinsame Region in den Fokus gestellt werden.“

Als verbindendes Element ist der Startschuss der grenzüberschreitenden Gartenschau 2020 geplant, eine Gartenschau, die gemeinsam durch die Stadt Flensburg und den Kommunen Apenrade und Sonderburg veranstaltet werden soll. „Hiermit soll die Grenzregion als gemeinsame Region in den Fokus gestellt werden. Wir hätten uns gewünscht, dass das Gemeinsame, das wir heute in der Grenzregion tagtäglich leben, mehr im Mittelpunkt der Veranstaltungen auch auf der dänischen Seite gestanden hätte“, so Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange zur Flensburger Schwerpunktsetzung.

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