Neue Weinbar

Bei „Hr. Jessen“ wird hart gearbeitet

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Leif Jessen hat schon diverse Restaurants eröffnet. Foto: Jacobsen

Sonderburgs neue Weinbar soll – wenn alles glückt – im Juli auf dem Rathausmarkt eröffnet werden.

Im einstigen Café Figo veranstalten die Handwerker im hinteren Gebäude noch einen Höllenlärm. Es wird lautstark gebohrt und gehämmert. Es muss noch viel passieren, bevor dort die ersten Gäste einmal ein paar gemütliche Stunden in der neuen Weinbar und im Café verbringen können. Im vordersten Raum am Rathausplatz liegt eine sehr dicke Schicht hellgrauer Staub auf sämtlichen Tischen, Kabeln, Leitungen und Regalen und Kühltruhen, die einmal in die Küche ziehen werden.

„Ja. Es sieht noch ziemlich unüberschaubar aus. Aber all meine Sachen stehen bereit“, wie Leif Jessen augenzwinkernd feststellt.

Umfangreichere Renovierung als gedacht

Der heutige Besitzer des Café Figo hätte eigentlich schon am 1. Dezember die neue Weinbar „Hr. Jessen“ mitten im Herzen Sonderburgs eröffnen wollen. Aber die Renovierung und der Umbau in den hinteren Lokalen waren weit umfangreicher als anfangs vermutet. Hinzu kamen Genehmigungen, die auf sich warten ließen.

„Ich hoffe auf den 1. Juli. Aber ich muss abwarten – ich muss jetzt ganz geduldig bleiben“, meint er und schaut etwas skeptisch in den Raum, wo alles eigentlich ja noch ein großes Durcheinander ist.

Von Aalborg an den Alsensund

Leif Jessen lebt mit seiner Freundin seit etlichen Jahren in Aalborg, wo er ein Café und das Buffalo Steakhouse hatte. Das Café wurde bereits verkauft. Mit seiner Lebensgefährtin ist er vor einigen Wochen an den Alsensund gezogen.
Das Buffalo in Aalborg will er trotz Umzugs behalten. Dass er wieder in seine Heimatstadt Sonderburg zurückwollte, hat Leif Jessen schon länger gewusst.

„Wir hatten schon lange gesucht und uns auch an anderen Stellen umgehört. Aber das Café Figo hier liegt einfach goldrichtig. Es vergingen aber zwei Jahre, bevor es mit dem Kauf klappte“, erklärt er.
Leif Jessen hat über die Jahre hinweg diverse Restaurants und Tanzlokale geführt. In Sonderburg hat er First Floor, Café au Lait und Propperiet geschaffen. Dann zog es ihn nach Aarhus, wo er unter anderem das Restaurant Mefisto eröffnete.

Das neue „Hr. Jessen“ soll eine ganz gemütliche Weinbar werden. „Dort soll man sich ein Glas Wein bestellen können, und dann wird einem vielleicht eine kleine Leckerei serviert. Es soll ein Ort für Erwachsene werden“, sagt der 58-Jährige. Dort soll es keine umfangreiche Menükarte geben. Lieber weniger, aber dafür besser, lautet sein Motto. Inspirieren lässt er sich auch von südlich der Grenze.

„Sonderburg braucht noch Überraschungen“

„Gerade in Deutschland gibt es ja viele kleinere Stellen, wo eine leckere Sache serviert wird. Man muss nur die richtige Mischung finden. In Sonderburg brauchen wir doch auch ein paar Überraschungen“, meint der erfahrene Gastronom.

Bei Hr. Jessen werden eine neue Küche, Toiletten und zusätzlich noch ein 100 Quadratmeter großer Speisesaal für größere Gesellschaften eingerichtet. Hinzu kommen zwei Wohnungen. Angestellte konnte Leif Jessen aufgrund der langen Verzögerung noch nicht einstellen. Aber bald ist es so weit.

„Hier drinnen muss aber vorher noch ordentlich sauber gemacht werden“, wie er lächelnd feststellt.

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