Verein sucht Freiwillige

Bewegung tut allen gut

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Der Gesundheitsausschuss musste gestern schwitzen. Foto: Jacobsen

Die Kommune Sonderburg sucht nach freiwilligen Helfern für den Verein „Stol på Motionen“. Um darauf aufmerksam zu machen, wurden am Dienstag Politiker des Gesundheitsausschusses zum Schwitzen gebracht.

Die Politiker des Gesundheitsausschusses kamen am Dienstag kurz vor ihrem zweiten Treffen ganz schön ins Schwitzen. Im Freiwilligenhaus durften der Vorsitzende Helge Larsen (Soz.), Kirsten Bachmann (SP), Heidi Jørgensen (V), Didde Lauritzen (Soz.) und Peter Thomsen (V) eine Viertelstunde unter der Leitung von Søsser Buch Outzen Stuhlgymnastik „Stol på gymnastik“ machen.

Mit der Aktion sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass dem Verein „Stol på motion“ freiwillige Helfer fehlen. Im Augenblick verfügt der Verein über 40 Männer und Frauen, die an den verschiedenen Adressen das Programm anleiten. Der Verein würde aber gerne noch fünf bis zehn neue Kräfte in das Programm einarbeiten.

In der Kommune wird Senioren an rund 20 Adressen regelmäßig ein Training angeboten. Den Teilnehmern tut nicht nur die Bewegung sehr gut. Für viele ist es ein sozialer Faktor. Beim Training in den Pflegeheimen, Tageszentren und Wohngemeinschaften trifft man Leute, die man sonst nicht kennengelernt hätte. Es wird gemütlich geplaudert und viel gelacht.

Das merkten auch die Politiker. Einige von ihnen bekamen bei den verschiedenen Übungen ganz rote Wangen. Die Krankenschwester Kirsten Bachmann war anschließend beeindruckt. „Alle haben was davon. Und im Kopf geschieht ja auch etwas. Das ist eine total gute Sache, in mehrerer Hinsicht“, stellte sie anschließend fest.

„Es tut gut, anderen etwas Gutes tun zu können“

Die Vorsitzende von „Stol på motionen“, Søsser Outzen, hilft seit Jahren Senioren mit dem Stuhl-Training. „Manchmal beginnen wir mit einem Lied oder einem Spiel. Das weckt die Teilnehmer auf“, erklärt die 72-Jährige. Sie freut sich immer auf das Training, „weil man einfach so viel positive Rückmeldung erhält. Es tut gut, anderen etwas Gutes tun zu können“. Sie hofft, dass sich neue Instrukteure melden, denn mittlerweile werden einige der älteren Instrukteure zu Teilnehmern.

Das Training ist für alle eine positive Sache. „Und wir erreichen damit auch die Männer und Frauen , die vielleicht ein wenig einsam sind. Sie kennen uns, und so ist ihnen ein Pflegeheim auch nicht mehr fremd“, erzählt Søsser Outzen.

Auch im Mariaheim in Sonderburg wird jeden Freitag von 10 bis 11 Uhr den weniger mobilen Bürgern ein Training angeboten. Das leitet Susanne Klages. Die Sonderburgerin Doris Ravn ist immer dabei. „Und das macht einfach Spaß“, gibt sie gern zu.

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