Verkehr

Jede Stunde eine Abfahrt

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Foto: Volker Heesch

Sonderburg hat zum vorgelegten Zugverkehrsplan für die Periode von 2017 bis 2032 Stellung bezogen. Die Kommune wünscht sich mehr Abfahrten nach Tingleff.

Züge sind das Rückgrat des kollektiven Verkehrs und daher wünscht sich die Kommune Sonderburg häufiger Abfahrten nach Tingleff und dies nicht zum ersten Mal.
Nur wenn jede Stunde ein Zug den Bahnhof verlässt, könne ein Passagierzugang erreicht werden. Das stellt die Vorsitzende des technischen Ausschusses, Aase Nyegaard, in einer Stellungnahme zum neuen Fahrplan der staatlichen Eisenbahn (DSB) für die Periode von 2017 bis 2032 fest.

„Die jetzige Frequenz mit Zügen alle zwei Stunden wird nicht dazu führen, dass noch mehr Leute den Zug für die kürzeren Ausflüge und für die etwas längeren Reisen nach Odense, Kopenhagen und Aarhus nehmen werden. Mit einer höheren Frequenz würde der Zug eine reelle Transportalternative werden und auch eine große Bedeutung für die Syddansk Universitet haben – die mehr Studenten und Besucher aus Süddänemark und auch von südlich der Grenze anlocken würde“, erklärt Aase Nyegaard.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Gemeinschaft mit Schleswig und Flensburg ist für die Kommune sehr wichtig. „Unter anderem bei Kultur, Arbeitskraft und der Wirtschaft. Es hat deshalb für Sonderburg und die Gegend eine ganz große Bedeutung, dass auch der Zugverkehr über die Landesgrenze hinweg reicht. Und das ist nicht der Fall in der Anhörungsausgabe“, so Aase Nyegaard.

Busse und Züge geben den Bewohnern der Gegend eine Mobilität, die zum modernen Leben einfach dazugehört. Ein gut zusammenhängendes System gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, in Sonderburg eine Ausbildung zu machen und sich nicht von langen Reise- und Wartezeiten aufhalten lassen zu müssen.
Sonderburg legt nicht zuletzt auch Wert auf eine nachhaltige Lösung. So wird der kommunale Busverkehr mit neuen Biogasbussen getätigt, die in Zusammenarbeit mit Nature Energy aufgefüllt werden.

„Wir glauben, dass eine breite Auswahl von Transportformen – vom eigenem Auto, über Fahrrad und dem Transport mit Bus, Zug und Dorfbussen wichtig ist, damit alle schnell von A nach B gelangen können“, so Aase Nyegaard.

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