Sønderjyske Køkken

Kunden bevorzugen lokale Produkte

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
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Laila und Heinrich genossen jeden Bissen. Foto: RN

Sønderjyske Køkken ist erstmals bei der „Gourmetwoche“ dabei. Präsentiert wird ein Dreigängemenue mit nordschleswigschen Einschlag.

„Det Sønderjyske Køkken“ ist in der gängigen Vorstellung kein Restaurant, da es abends geschlossen hat, sondern eher ein Café, aber keins wie die üblichen mit „frittierten Sachen und gekauftem Industriebrot“, wie Koch Sune Axelsen sagt. Nein, er und Mitbetreiber Jesper Kock backen beispielsweise das Brot selbst 2017 haben sie 1,5 Tonnen verbraucht, natürlich gekauft beim Öko-Betrieb Skærtoft Mølle.

Es gehört zu ihrem Konzept, so weit wie es geht, lokal zu handeln. Das schätzen Kunden, die sich im Rahmen der „Gourmetwoche“ einen Platz gesichert haben. Daran nimmt „Sønderjyske Køkken“ zum ersten Mal teil, da dieses Jahr nicht ausschließlich Restaurants mitmachen durften.

Und die Erläuterungen auf ihrer Internetseite zum Dreigängemenue mit nordschleswigschem Einschlag und zur Herkunft der Produkte hat die Gäste offenbar verlockt. „Die Gerichte sind etwas anderes, und es sind Produkte aus der Gegend. Wir kaufen auch am liebsten von lokalen Produzenten“, sagt Helle, die mit Mann John und dem Paar Per und Mette den Weg von Frøslee nach Sonderburg gemacht haben zur „Sønderjyske Køkken“, von dem sie viel Gutes gehört, aber bis Montagabend nichts ausprobiert haben.

„Gebratenen Hering kenne ich nur als Teil vom Weihnachtsessen (julefrokost), aber nicht als Vorspeise“, sagt Per, der von der Kombination Hering-Bärlauch (gesammelt auf Arnkilsøre) angetan ist. Das Quartett ist überzeugt. Es schmeckte den Freunden fantastisch.

„Gode raj“

Und was Helle ebenfalls gereizt am Menu hat, ist das Dessert: Rumtopf mit „Gode raj“ (eine Art dünne Waffel) und selbstgemachten Cremerand (fløderand) mit einem Hauch Karamell. Die Früchte hatten es in sich: Sie haben bis zu anderthalb Jahren im Rum ziehen dürfen. Das Erstaunliche: Die Erdbeeren waren bissfest.

Laila und Heinrich aus Hörup haben ebenfalls viel vom Café gehört. Die Gourmetwoche ist der Anlass, die Küche zu testen, aus den selben Gründen wie das Quartett: Zu wissen, woher das Essen kommt, und das es so weit wie möglich ökologische Waren sind, ist ihnen sehr wichtig. Die Gaumen des Paares sind etwas verwöhnt, wohnt doch ihre Tochter mit Familie in Italien. Sind sie dort, wird oft in Restaurants gegessen. Die Rohwaren hätten eine ganz andere Qualität, für die sie auch gern mehr bezahlten.

Obwohl sie in Hörup wohnen, haben sie das „Als Hähnchen“ bisher nicht gegessen. Das wird ihnen serviert mit Hack aus eigenem Fleisch, mit Rote-Bete-Püree, gebackenen rote Beete en miniature sowie als Clou Grünkohlblätter. Diese Zusammensetzung hat Laila gereizt. Ihr Urteil: „Es schmeckt ganz wunderbar. Das Fleisch ist sehr zart. Diese Gourmetwoche ist wirklich eine gute Sache“, lobt sie die Initiative der Branche „visitsonderjylland“.

Wer auf den Geschmack gekommen ist: Morgen und am Freitag sind noch Plätze frei. Diese können auf der Homepage reserviert werden.

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